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Klimaziele reichen nicht : Die EU-Klimapolitik braucht einen Plan B

  • -Aktualisiert am

Ursula von der Leyen bei ihrer ersten Rede zur Lage der Union, in der sie für einschneidende Reformen in der Klimapolitik warb. Bild: dpa

Der grüne Wandel bietet ökonomische Chancen. Doch muss die EU dazu alte Fehler vermeiden.

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          Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dürfte mit sich zufrieden sein. Wenige Tage nach ihrem Vorstoß zur Verschärfung des Klimaziels der EU für 2030 auf 55 Prozent haben die Chinesen nachgezogen. Bis 2060 will China klimaneutral wirtschaften. Einen schöneren Beleg dafür, dass sich ehrgeizige Klimapolitik auszahlt, gibt es aus Sicht der Kommissionspräsidentin nicht. Da mögen die Skeptiker maulen, dass die EU mit ihrem Anteil von 9 Prozent am globalen CO2-Ausstoß die Welt nicht retten kann. Nein, für von der Leyen muss die EU beim Klimaschutz Vorreiter sein.

          Widerstand kommt derzeit allenfalls aus den osteuropäischen EU-Staaten, die in Brüssel ohnehin keinen guten Leumund haben. Bis Ende des Jahres sollen sich die Mitgliedstaaten auf das neue Ziel einigen. Das Europäische Parlament will sogar darüber noch hinaus: Es stimmt an diesem Dienstag über eine Verschärfung auf 60 Prozent ab. Der „Fridays-for-Future“-Bewegung ist natürlich selbst das zu wenig.

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