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Nächste Woche im Kanzleramt : Merkel trifft sich mit Greta Thunberg und Luisa Neubauer

  • Aktualisiert am

Kanzlerin Angela Merkel und Klimaaktivistin Greta Thunberg im September 2019 in New York Bild: Reuters

Die Kanzlerin will während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft beim Klimaschutz vorankommen. Nun trifft sie sich mit bekannten „Fridays for Future“-Vertretern.

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          Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft am kommenden Donnerstag eine Gruppe von Klimaaktivistinnen um Greta Thunberg und Luisa Neubauer zu einem Meinungsaustausch im Kanzleramt. Die CDU-Politikerin wolle mit den Vertreterinnen der Klimabewegung „Fridays for Future“ den nationalen und internationalen Klimaschutz erörtern, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Er fügte hinzu, die Kanzlerin unterstütze junge Menschen, die auf die Straße gingen, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren.

          Die Kanzlerin will die deutsche EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um beim Klimaschutz voranzukommen. Thunberg und Neubauer haben der Bundesregierung wiederholt vorgeworfen, sich nicht ausreichend für das Klima einzusetzen. Sie fordern, dass Regierungen in aller Welt endlich anfangen müssten, die Klimakrise als eine Krise zu behandeln. Merkel und Thunberg hatten sich schon während eines Klimagipfels der Vereinigten Nationen in New York im vergangenen Jahr getroffen.

          Zwei Jahre nach dem ersten Schulstreik

          Neben Thunberg und Neubauer sollen auch die beiden Belgierinnen Anuna de Wever und Adélaïde Charliér bei Merkel dabei sein. Die vier Aktivistinnen hatten die EU vor knapp einem Monat gemeinsam zu Maßnahmen gegen die drohende Klimakatastrophe aufgerufen. In einem offenen Brief forderten sie unter anderem den sofortigen Stopp von Investitionen in und Subventionen für fossile Brennstoffe sowie die Festlegung verbindlicher CO2-Budgets. Das Schreiben haben bislang mehr als 120.000 Menschen unterzeichnet, darunter Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai und zahlreiche Prominente wie Hollywood-Star Leonardo DiCaprio.

          Umweltorganisationen halten das Gespräch für ein wichtiges Signal. Dem müssten jedoch auch Taten folgen, forderte Lutz Weischer von Germanwatch: „Die Bundeskanzlerin muss die EU noch in diesem Jahr zu einem verbesserten Klimaziel für 2030 von mindestens minus 55 Prozent führen und alles dafür tun, dass auch eine darüber hinausgehende Zielgröße möglich wird.“

          Ähnlich sieht das BUND-Geschäftsführerin Antje von Broock: „Es ist ein gutes Signal, dass sich Frau Merkel mit den Forderungen der jungen Klimaaktivistinnen auseinandersetzt. Ob es sich um mehr als nur einen symbolischen Akt handelt, zeigt sich, wenn die Bundeskanzlerin ihr politisches Gewicht für ein höheres EU-Klimaziel in die Waagschale werfen wird.“

          Das Treffen mit Merkel fällt für Thunberg mit dem zweiten Jahrestag des Beginns ihres Klimaprotests zusammen. Am 20. August 2018 hatte sich die damals 15 Jahre alte Schwedin vor den Reichstag in Stockholm gesetzt, um ihre Regierung zu einem stärkeren Handeln gegen die Klimakrise aufzufordern. Daraus ist die internationale Klimabewegung „Fridays for Future“ entstanden, die vor allem in Deutschland sehr viele Anhänger gefunden hat.

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