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Mercosur-Abkommen : Streit um den Mega-Handelsdeal

Feuer im Amazonas-Regenwald (Bild vom 15. August 2020) Bild: AFP

Nach der Kehrtwende von Angela Merkel wegen Bedenken zum Klimaschutz steht das größte Freihandelsabkommen der Welt vor dem Aus. Die Wirtschaft ist brüskiert und bangt um ihre Exportchancen. Ist der Deal noch zu retten?

          6 Min.

          Im Juni 2019 schickte Angela Merkel einen Brief nach Brüssel. Gemeinsam mit sechs europäischen Amtskollegen forderte die Kanzlerin, die EU-Kommission müsse nach schier endlosen Verhandlungen nun endlich das Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten abschließen. „Eine historische strategische Gelegenheit“ sei der angestrebte Vertrag mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay, mahnten Merkel und Kollegen den damaligen Kommissionschef Jean-Claude Juncker zur Eile.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das Wort Klimaschutz tauchte in dem Schreiben nicht auf. Dabei gab es seit langem Warnungen, das Abkommen drohe zum Klimakiller zu werden. Denn es würde den Mercosur-Staaten ermöglichen, mehr Rindfleisch und andere Agrargüter nach Europa zu exportieren. Mehr Landwirtschaft in Südamerika bedeutet aber womöglich, dass dort noch mehr Regenwald für Weiden und Äcker zerstört wird.

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