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Klimagipfel in Madrid : Drückeberger am Werk

  • -Aktualisiert am

Teilnehmer des UN-Klimagipfels in Madrid posieren für ein Foto. Bild: Reuters

In der Klimapolitik geht es nur schleppend voran. Das ist aber kein Grund, in Panik zu geraten. Im Gegenteil: Ständig Untergangszenarien zu beschreien, kann zu Frust führen, der die politischen Ränder weiter stärkt.

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          Seit einem Vierteljahrhundert steht der Schutz des Klimas auf der Tagesordnung der internationalen Politik. Manches wurde erreicht: Ein internationaler Vertrag mit festen Minderungszielen und freiwilligen Zusagen zur Senkung von Klimagasen wurde beschlossen. Jeden Monat tagen Klimadiplomaten irgendwo auf dem Globus, um über Fortschritte zu beraten. Zweimal im Jahr kommen sie zu einer Art Vollversammlung zusammen, aktuell für die nächsten beiden Wochen in Madrid. Dann geben sich die zuständigen Minister ein Stelldichein und dem Weltklimagipfel die nötige Weihe.

          Allein, dem Klima hilft das alles bisher wenig. Die Emissionen, die zuerst reduziert, dann aufgehalten und am Ende mittels CO2-Entnahme aus der Luft ins Negative gekehrt werden sollen, steigen weiter an, im vergangenen Jahr um 2 Prozent. Gemessen am Ausgangsjahr 1990 ist allein der Ausstoß von Kohlendioxid um 70 Prozent gestiegen. Einmal in die Atmosphäre gelangt, treibt es dort mehr als 100 Jahre die Temperatur. Die Emissionen von heute werden noch in Enkel- und Urenkelgenerationen für Hitzewellen, Dürren, Starkregen und vermutlich für steigende Meeresspiegel sorgen.

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