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Klimawandel-Debatte : Esst ruhig Fleisch!

Können bedenkenlos gekauft werden: Fleischwaren in der Theke einer Fleischerei. Bild: dpa

Fleisch ist in Verruf geraten, das Schnitzel nur noch mit Schuld zu verzehren. Dabei macht Fleischverzicht weder gesund noch rettet er das Klima. Der große Fleischreport.

          13 Min.

          Löschen Sie alles, was Sie in den letzten Jahren über rotes Fleisch gehört haben. Es ist nicht ungesund, und sein Beitrag zum Klimawandel ist geringer als propagiert. Eine jahrzehntelange Kampagne hat das Nahrungsmittel in Verruf gebracht und Menschen zu fleischarmen Diäten gedrängt, die ihrer Gesundheit schaden und den Klimawandel nicht stoppen können. Schlecht fundierte Forschung, kommerzielle Interessen und religiös-ideologische Vorstellungen prägen das Narrativ einer überlegenen fleischfreien Ernährung. Genauer Überprüfung hält dieses nicht stand.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          An vorderster Front der jüngsten Bemühungen, den Menschen den Fleischkonsum auszureden, steht eine internationale Wissenschaftlervereinigung, angeführt vom veganen Harvard-Professor Walter Willett, die unter dem Label „EAT-Lancet“ eine pflanzenbasierte Diät für die ganze Menschheit propagiert. Sie hat zu Beginn des Jahres einen global beachteten Diätplan vorgelegt, der den Anspruch erhebt, gleichzeitig die Welt zu retten und die menschliche Gesundheit zu bewahren. Das Rezept: weitgehender Verzicht auf rotes Fleisch. Ein kleiner Hamburger mit 49 Gramm Rindfleisch in der Woche wäre gerade noch okay, mehr aber nicht.

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