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Abschied von Kohle, Öl und Gas : Was der Klimaschutz kostet – und wie die Politik diktiert

Ein Hochöfner arbeitet am Hochofen 2 im Werk Schwelgern von Thyssenkrupp. Bild: dpa

Beim Klimaschutz soll es jetzt schnell gehen. Das Beispiel Wasserstoff in der Stahlindustrie zeigt, dass staatlicher Lenkung Tür und Tor geöffnet sind. Der nächste Teil aus unserer F.A.Z.-Serie zur Sozialen Marktwirtschaft.

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          Die Energiewende kostet Geld, sehr viel Geld. Das Helmholtz-Forschungszentrum Jülich taxierte die Kosten für nahezu vollständige Klimaneutralität in Deutschland bis 2050 vor zwei Jahren auf 1,85 Billionen Euro. Das wäre mehr als die halbe deutsche Wirtschaftsleistung.

          Helmut Bünder
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.
          Niklas Záboji
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dass eine „grüne“ Vollversorgung möglich ist mit Wind und Sonne, Biomasse und Wasserkraft sowie synthetischen Speichermedien wie Wasserstoff, steht für das Gros der Fachleute mittlerweile außer Frage. Der technische Fortschritt schreitet voran, der Preisverfall auf der erneuerbaren Erzeugungsseite ist eindrucksvoll.

          Doch von allein wird die schnelle Dekarbonisierung nicht in Gang kommen. „Wir haben ein Überangebot an fossilen Energieträgern“, sagt der Potsdamer Klimaökonom Ottmar Edenhofer. Kohle, Öl und Gas seien noch für Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte im Überfluss vorhanden. Staatliche Eingriffe tun also not, will man der Erderwärmung Einhalt gebieten, weil das freie Marktgeschehen die schädlichen Folgen fossiler Energien in Preisbildung und Investitionsentscheidungen ausblendet.

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