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Wasserstoff in Schwerindustrie : Dampf statt Rauch

  • -Aktualisiert am

Noch ohne Wasserstoff: ein Mitarbeiter in der Produktion bei der Salzgitter AG Bild: dpa

Die Schwerindustrie muss CO2 einsparen - und hat eine Idee. Denn Wasserstoff ist nicht nur für den Verkehr eine Lösung: Der Schwerindustrie könnte das Gas das Überleben sichern.

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          Es ist ein simples Experiment, das jedem Chemielehrer Aufmerksamkeit garantiert. Ein Luftballon wird mit gasförmigem Wasserstoff gefüllt. Durch Kontakt mit Feuer platzt der Ballon mit einem lauten Knall. Der Wasserstoff reagiert mit dem Sauerstoff in der Luft. Zurück bleibt nur ein nasser Fleck an der Wand. Genau diese Reaktion macht den Wasserstoff für die deutsche Schwerindustrie so interessant: Das Abfallprodukt dieser Reaktion ist nicht Kohlenstoffdioxid. Sondern Wasser. Der Knall entsteht also ohne klimaschädliche Emissionen. Wäre es nicht ein Traum, man könnte in der Schwerindustrie genauso produzieren?

          Die gute Nachricht ist: Eine Produktion mit Hilfe von Wasserstoff ist technisch schon lange möglich. Der Stahlkonzern Salzgitter etwa hat vor kurzem einen Auftrag an Siemens vergeben, Windräder auf dem Firmengelände zu errichten. Aus dem so erzeugten grünen Strom soll in einer hauseigenen Hydrolyseanlage Wasserstoff hergestellt werden. Statt Koks wird dieser bei der Spaltung von Erz in Eisenschwamm genutzt, das wiederum im Ofen zu flüssigem Eisen verschmilzt.

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