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Hohe EEG-Kosten in der Krise : Steigt oder sinkt der Strompreis?

Die Förderung der Erneuerbaren erfolgt in Deutschland maßgeblich über die EEG-Umlage auf den Strompreis. Bild: dpa

Weil Strom krisenbedingt so wenig kostet wie lange nicht, drohen hohe Mehrkosten durch die EEG-Umlage. Doch Vertreter der Ökostrombranche sehen das anders.

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          Sinkt der Strompreis an der Börse, steigt der Strompreis für die allermeisten Verbraucher – was seit Einführung der Erneuerbare-Energien-Umlage EEG zu den sonderlichen Gesetzmäßigkeit der deutschen Energiepolitik gehört, könnte Stromkunden infolge der Corona-Krise noch höhere Kosten bescheren. So berichtete es die F.A.Z. gerade. Sie verwies auf den im März mit minus 540 Millionen Euro ungewöhnlich hohen Fehlbetrag auf dem EEG-Konto. Auf diesem verrechnen die Netzbetreiber, ob das Aufkommen aus der Umlage auf den Strompreis ausreicht, um die Differenz zwischen Börsenerlös und der Vergütung für Betreiber von Windrädern und Solarparks auszugleichen.

          Niklas Záboji

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Doch einige Vertreter der Ökostrombranche glauben nicht, dass den Verbrauchern ein höherer Strompreis droht. Neuanlagen, vor allem in der Photovoltaik, erhielten nur einen Bruchteil der Förderungsvergütung von früher. Dafür, dass vergleichsweise viel Energie verbrauchende Unternehmen von der EEG-Umlage ausgenommen sind zu Lasten aller übrigen Stromverbraucher, könnten die Betreiber erneuerbarer Energieträger zudem nichts.

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