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Saubere Energieversorgung : Großbritannien gründet eine Förderbank für Klimaschutz

Windräder vor New Brighton: Großbritannien will die saubere Energieversorgung fördern. Bild: AFP

Großbritannien will den Klimawandel angehen und strukturschwache Landesteile unterstützen: mit einer eigenen Förderbank. Sie wird mit 12 Milliarden Pfund Kapital ausgestattet.

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          Die erste Förderbank der britischen Regierung für Infrastrukturmaßnahmen, die zudem klimafreundliche Projekte finanzieren soll, nimmt ihre Arbeit in Leeds auf. Die staatliche Förderbank wird mit 12 Milliarden Pfund (14 Milliarden Euro) Kapital ausgestattet und kann weitere 10 Milliarden Pfund Kapital mit Staatsgarantien aufnehmen. Sie soll helfen, Projekte und Investitionen für mehr als 40 Milliarden Pfund anzustoßen.

          Philip Plickert
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          „Die UK Infrastrukturbank wird unsere Ambitionen beschleunigen, den Klimawandel anzugehen und das Land auf ein Level zu heben“, sagte Finanzminister Rishi Sunak. Im Fokus stehen Vorhaben für saubere Energieversorgung, Verkehrsinfrastruktur, Digitalisierung, Wasserversorgung und Müllentsorgung.

          Strukturschwache Landesteile fördern

          Der Hauptsitz der Förderbank in der nordenglischen Stadt Leeds ist dabei auch Teil des Programms, denn die Regierung hat sich als eines ihrer Ziele gesetzt, strukturschwache Landesteile, etwa in alten Industrieregionen Nordenglands und Mittelenglands, zu fördern und die Lebensbedingungen im Königreich anzugleichen.

          Ein Prestigeprojekt ist die Schnellzugverbindung von London nach Birmingham und später nach Manchester und Leeds. Boris Johnsons Regierung hat die Wahl 2019 durch Erfolge in ehemaligen Labour-Wahlkreisen in Nordengland gewonnen. Auch die Notenbank hat angekündigt, einen Teil der Bank und des Führungspersonals nach Leeds zu verlagern. Der staatliche Rundfunk BBC wird ebenfalls mehr Mitarbeiter in Nordengland im Raum Manchester beschäftigen.

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