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Umweltschutz : Die Greenpeace AG

Greenpeace-Aktivisten demonstrieren gegen den Klimawandel auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in München. Bild: AFP

Die Umweltschutzgruppe wird 50. Sie ist zu einem globalen Konzern geworden – fast wie ihre Gegner. Die Deutschen sind seine größten Geldgeber.

          6 Min.

          Als die Frau im himmelblauen Blazer vorne ans Rednerpult tritt, wird es Monika Griefahn doch ein bisschen mulmig zumute. „Sind wir inzwischen zu etabliert?“ – das ist der Gedanke, der ihr in diesem Augenblick durch den Kopf geht. Es ist ein Montag, Ende August, Greenpeace hat zum bevorstehenden 50. Jahrestag seiner Gründung zu einer vorgezogenen Feierstunde in ein Naturkundemuseum nach Stralsund eingeladen. Von der Decke baumeln riesige Modelle von Walfischen, am Rednerpult steht Angela Merkel. „Beharrlich und streitbar, überzeugt und überzeugend“ sei Greenpeace, lobt die Bundeskanzlerin in ihrer Rede.

          Marcus Theurer
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Griefahn muss lachen, als sie von der Szene neulich in Stralsund und ihrem beklommenen Gefühl bei den Worten Merkels erzählt. Zu ihrer Zeit war Greenpeace noch nicht so staatstragend. Ihre Zeit, das waren die frühen Achtzigerjahre: Im Herbst 1980 zählte Griefahn, damals Mitte zwanzig, zu den Gründern von Greenpeace Deutschland. Sie war eine der prägenden Figuren in diesen Anfangsjahren. Die junge Frau aus dem Ruhrgebiet wurde die erste Deutschland-Geschäftsführerin von Greenpeace. Später ging sie für die SPD in die Politik. Gerhard Schröder holte sie als Umweltministerin in seine Landesregierung nach Hannover.

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