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Green-Tech-Atlas 2021 : Markt für Umwelttechnik verdoppelt sich in zehn Jahren

Schulze sieht das anders. „Für die Glaubwürdigkeit dieses Instruments ist es wichtig, dass offensichtlich nicht nachhaltige Projekte wie Atomkraftwerke ausgeschlossen werden“, sagte die Ministerin der F.A.Z. Sie plädierte zudem dafür, Umweltinnovationen bei der Markteinführung engagierter zu unterstützen. Die öffentliche Hand sollte Starthilfen für umweltorientierte Neugründungen bereithalten, spezielle Innovationsfonds auflegen und „Innovationscluster“ fördern. Eine weitere Idee ist, die Erschließung von Auslandsmärkten besser abzustimmen und vermehrt zu unterstützen. Schulze zufolge sollte zum Beispiel die Exportförderung von Umwelttechnologien einen Schwerpunkt bilden. Die Außenhandelskammern will sie mit Hilfe des DIHK zu „Chambers for Green-Tech“ ausbauen, also zu „Kammern für Umwelttechnik“.

Teil der Lösung im Kampf gegen Umweltzerstörung

Der neue Green-Tech-Atlas zeigt für Schulze, dass Deutschland in der Lage ist, den Umstieg zu Klimaneutralität bis 2050 zu meistern. Hierzulande würden die notwendigen Techniken und Verfahren erforscht, entwickelt, produziert und exportiert. Die Branche biete „gute Perspektiven für unsere Wirtschaft und für die Beschäftigung in Deutschland“. Für erwähnenswert hält es die Umweltministerin, dass die Corona-Pandemie die Entwicklung nicht gebremst, sondern noch beschleunigt habe. So seien die Konjunkturprogramme auf den Klimaschutz ausgerichtet worden.  Für die Unternehmen gelte: „Die deutsche Green-Tech-Branche stabilisiert in Krisenzeiten die wirtschaftliche Entwicklung durch robuste und nachhaltige Geschäftsmodelle.“ Die Corona-Pandemie habe diesen Wirtschaftszweig weit weniger getroffen als die Gesamtwirtschaft, so Schulze. „Das ist ein Riesenerfolg der Branche.“

Sie bezeichnete die Umwelttechnik als Teil der Lösung im Kampf gegen Umweltzerstörung und Klimawandel. Zugleich zahle sie sich wirtschaftlich aus: „Umwelttechnologien sichern die internationale Wettbewerbsfähigkeit, die hochwertigen Arbeitsplätze und damit die Zukunft des Standortes Deutschland.“ Dabei könne man sich „wieder einmal auf einen besonders starken Mittelstand verlassen“. Der Green-Tech-Atlas analysiert sieben Leitmärkte in der Welt. Deren größter war 2020 die Energieeffizienz mit einem Volumen von 1224 Milliarden Euro. Es folgte der Zweig der umweltfreundlichen Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Energie (844 Milliarden Euro) vor jenem der nachhaltigen Mobilität (787), jenem der Wasserwirtschaft (786) und jenem der Rohstoff- und Materialeffizienz (712). Die kleinsten Märkte waren die Kreislaufwirtschaft (148) sowie die nachhaltige Agrar- und Forstwirtschaft mit 128 Milliarden Euro)

Am stärksten dürfte bis 2030 der ökologische Wassermarkt wachsen, um 21 Prozent. Innerhalb des Geschäftsfelds Mobilität legt der Markt für Elektrofahrzeuge besonders dynamisch zu. Bis 2030 erwarten die Autoren des Atlas eine jährliche Zunahme um 13,3 Prozent auf dann 623 Milliarden Euro; 2016 hatte das Volumen erst 34 Milliarden Euro betragen. In Deutschland wachsen die Leitmärkte insgesamt bis 2025 voraussichtlich um jährlich 9,9 Prozent im Umsatz und um 6,8 Prozent in der Beschäftigung. Die höchste Dynamik weisen die umweltgerechte Mobilität und die Energieeffizienz auf.

Schulze will den Atlas morgen auf der Veranstaltung „Grüne Transformation und internationale Marktchancen für Green-Tech Made in Germany“ vorstellen.

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