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Rufe nach einem „Green Deal“ : Was Corona für den Klimaschutz bedeutet

Tag und Nacht im Einsatz: Wasserdampf entweicht aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerks Neurath. Bild: Reuters

Die einen sehen eine „historische Chance“, die anderen wollen zurückrudern: Auch in der Corona-Krise spaltet der Klimaschutz die Gemüter. Doch nicht auf alles hat die Politik Einfluss.

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          Der Einbruch der Weltwirtschaft durch die Corona-Krise dürfte das rasante Wachstum der globalen Treibhausgasemissionen erstmals seit Jahren dämpfen. Verkehr und Industrieproduktion liegen am Boden, und in Schwellenländern werden immer mehr Investitionen in neue Kohlekraftwerke auf Eis gelegt. 15 verschobene Projekte im Wert von 20 Milliarden Dollar zählen Umweltschützer in der „Global Energy Monitor“-Datenbank mittlerweile, darunter die Erweiterung des indonesischen Großkraftwerks Tanjung Jati B.

          Hendrik Kafsack

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Niklas Záboji

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Laut ist der Chor derer, die nun darauf dringen, es nicht bei einem Einmaleffekt zu belassen – und eine nachhaltige Abkehr von Kohle, Öl und Gas fordern. Der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur, Fatih Birol, spricht von einer „historischen Chance“. Nun sei der Zeitpunkt gekommen, um „dreckige Investments zu reduzieren und die Energiewende zu beschleunigen“. Auch António Guterres, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, verband seine Verständnisbekundung für die auf das Jahr 2021 verschobene internationale Klimakonferenz in Glasgow mit dem Appell, die Dringlichkeit der „Klimakrise“ nicht aus dem Blick zu verlieren.

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