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Energierevolution in Schottland  : „Niemand hat gesagt, dass es einfach wird“

Eine Ölplattform in der Nordsee vor Schottlands Küste Bild: AFP

Öl und Gas haben Aberdeen reich gemacht – jetzt plant die Stadt eine neue Energierevolution. Schon jetzt wachsen die Erneuerbaren Energien rasant. In Zukunft will die schottische Hafenstadt Wasserstoff in rauen Mengen produzieren – und nach Deutschland verkaufen.

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          In einem Nadelstreifenanzug und mit einer Goldkette bis zum Bauch steht Barney Crockett vor der Wasserstoff-Tankstelle. Der Lord Provost (Bürgermeister) von Aberdeen zeigt lachend die dicke Zapfpistole, sein Fahrer steckt sie dann in den Dienstwagen, einen Toyota. Als Bürgermeister der drittgrößten schottischen Stadt hat Crockett vor fünf Jahren eine kleine Weltpremiere gestartet: Aberdeen kaufte zehn mit Wasserstoff angetriebene Busse, inzwischen sind sie mehr als eine Million Kilometer gefahren. Die Technik auf der Tankstelle hat weitgehend der Gasekonzern BOC, eine Tochtergesellschaft des Linde-Konzerns, geliefert.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          „Wir haben jetzt die bislang größte Wasserstoff-Busflotte auf der Welt“, sagt Crockett. Normale Diesel-Fahrzeuge wären zwar billiger gewesen, aber der Labour-Politiker wollte unbedingt Wasserstoffantrieb in der Viertelmillion-Einwohner-Stadt ausprobieren. Bald werden einige chinesische Metropolen Aberdeen übertreffen, dort plant man Hunderte Wasserstoffbusse zu kaufen. Crockett freut sich, denn er meint, Wasserstoff gehöre die Zukunft.

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