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Energiewende : Die Bahn speist eigenen Ökostrom ein

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Ein strombetriebener Zug fährt bei Straubing an einer Solaranlage vorbei. Künftig will die Deutsche Bahn den Strom auch selbst erzeugen. Bild: dpa

Die Deutsche Bahn hat ihren Ökostrom auf 60 Prozent gesteigert. Nun will sie ihre Energie auch selbst erzeugen. Dafür wird im hohen Norden ein Solarpark entstehen, der noch in diesem Jahr ans Netz gehen soll.

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          Ein neuer Solarpark in Norddeutschland soll künftig Ökostrom für die Deutsche Bahn produzieren. Die Anlage werde auf einer Fläche der Größe von rund 70 Fußballfeldern in Wasbek bei Neumünster in Schleswig-Holstein entstehen, teilte die Bahn am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit. „Erstmals speisen wir Solarstrom direkt in das Bahnstromnetz ein“, hob Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla hervor.

          Die Wasbeker Module mit einer Nennleistung von 42 Megawatt sollen jährlich etwa 38 Gigawattstunden Energie erzeugen. Insgesamt verbraucht die Bahn nach eigenen Angaben jährlich etwa 10.000 Gigawattstunden, etwa so viel wie die Stadt Hamburg.

          Gebaut werden soll der Solarpark vom Hamburger Unternehmen Enerparc AG. Einen Termin für den Baubeginn gibt es noch nicht, die behördlichen Freigaben stehen nach Bahnangaben noch aus. Ziel sei es, in diesem Jahr zu beginnen.

          Das bundeseigene Unternehmen will seinen Ökostrom-Anteil bis zum Jahr 2030 auf 80 Prozent steigern. 2019 lag er bei 60 Prozent, 2038 soll nur noch Ökostrom verbraucht werden. Bis zum Jahr 2050 will es CO2-neutral sein.

          Neben dem eigenen Ökostrom setzt die Bahn auf eine höhere Energieeffizienz (zum Beispiel wird die Bremsenergie in die Oberleitungen zurückgeführt), fährt fossile Brennstoffe herunter und führt klimafreundlichere Mobilitäts-Zusatzangebote ein. Reisende im Fernverkehr fahren seit 2018 ausschließlich mit erneuerbaren Energien. Als nächstes will der Konzern auf Diesel verzichten.

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