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Eon-Chef Teyssen : „Die EEG-Umlage muss weg!“

  • -Aktualisiert am

Der Jurist Johannes Teyssen, 60, steht seit zehn Jahren an der Spitze des Energiekonzerns Eon. Bild: Stefan Finger

Seit zehn Jahren steht der Jurist Johannes Teyssen an der Spitze des Energiekonzerns Eon. „Wer den Lockdown als ökologisches Ideal feiert, hat nichts kapiert“, sagt er im Interview.

          6 Min.

          Herr Teyssen, wie schlimm ist Corona für die Wirtschaft?

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Volkswirtschaft ist massiv getroffen. Als Stromversorger spüren wir direkt den Puls der Industrie, da wir sofort sehen, wie stark der Energieverbrauch sinkt.

          Wie stark ging der Strombedarf zurück?

          Um rund 20 Prozent für Industrie und Gewerbe. So einen Einbruch hatten wir noch nie erlebt, das ist der größte jemals gemessene Rückgang – und sehr beunruhigend.

          Wie ernst ist die Lage in Ihrer Branche, bei den Energieversorgern?

          Die Öl- und Gasproduzenten, die ein ziemliches Desaster erleben, sind mit am schlimmsten betroffen. Als Nächstes werden die Produzenten von Strom ein Problem bekommen, wenn sich die Nachfrage nicht in einigen Quartalen erholt. Wir selbst sind mit unseren Stromnetzen ziemlich krisenfest; nicht weil wir so klug und brav sind, sondern weil es politisch so gewollt ist. Die Infrastruktur darf niemals versagen, das wissen die Regulatoren, entsprechend wird der Preis für unsere Netze krisensicher festgelegt.

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