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Nordlink-Seekabel : Norwegen ist jetzt auch Batterie für Deutschland

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In Wilster kommt der durch Wasserkraft erzeugte Gleichstrom aus Norwegen an. Bild: dpa

Die längste Seekabel-Stromverbindung der Welt beginnt mit dem richtigen Betrieb. Aus Norwegen kommt darüber Wasserkraft nach Deutschland.

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          Der Bau der großen Stromlieferung aus Norwegen gleicht einen Mammutprojekt. 516 Kilometer lang laufen die Seekabel in der Nordsee. An Land sind auf beiden Seiten jeweils weitere rund 50 Kilometer Kabel nötig, um das norwegische Vollesfjord mit Büsum in Schleswig-Holstein zu verbinden.

          Nun ist das Projekt Nordlink vollbracht: Zwischen den beiden Orten läuft jetzt eine 623 Kilometer lange Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung. Nach einem monatelangen Probelauf beginnt das Vorhaben für die deutsche Energiewende nun vollumfänglich mit dem Betrieb.

          Die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und Statnett sowie die deutsche Förderbank KfW übernehmen dafür das Stromsystem, das deutsche Windenergie mit norwegischer Wasserkraft austauschen soll. Sie lösen hierbei den Konverter-Hersteller Hitachi ABB Power Grids ab. Das bedeutet den erfolgreichen Übergang von der Probe- in die Betriebsphase für das grüne Kabel Nordlink, teilte Tennet am Montag mit. Die Einweihung ist für den 27. Mai geplant.

          In Wilster wird der Gleichstrom aus Norwegen wird in dieser Anlage in Wechselstrom umgewandelt und in das deutsche Stromnetz eingespeist.
          In Wilster wird der Gleichstrom aus Norwegen wird in dieser Anlage in Wechselstrom umgewandelt und in das deutsche Stromnetz eingespeist. : Bild: dpa

          Tennet-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens betont, dass die Partner das grüne Kabel innerhalb der vorgegebenen Erwartungen in Zeit, Budget und Qualität geliefert haben. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 2016 und der Probebetrieb am 9. Dezember 2020. Statnett-Vorstand Håkon Borgen sagte: „Wir sind sehr stolz darauf, die längste Seekabel-Stromverbindung der Welt gebaut zu haben.“

          Kabel soll für stabile Energiepreise sorgen

          Markus Scheer, Mitglied der Geschäftsführung der KfW IPEX-Bank, sieht in dem Vorhaben eine gute Nachricht für die europäische Energiewende. „Durch die Verbindung des norwegischen und des deutschen Energiemarktes können wir Versorgungssicherheit und stabile Energiepreise erreichen und gleichzeitig den Anteil der erneuerbaren Energien im Energiemix erhöhen“, sagte er.

          Hinter Nordlink steht ein Konsortium, an dem jeweils zur Hälfte der norwegische Übertragungsnetzbetreiber Statnett sowie die DC Nordseekabel ist. An DC Nordseekabel halten Tennet und die KfW jeweils 50 Prozent.

          Tennet sieht Nordlink als eine Gleichstromautobahn ohne Abfahrt. Aufgrund der Streckenlänge und der großen Übertragungsleistung wird zur verlustarmen Übertragung Gleichstrom verwendet. An den Konverterstationen in Wilster (Schleswig-Holstein) und Tonstad (Süd-Norwegen) wird der Strom von Gleich- in Drehstrom oder umgekehrt umgewandelt und in das jeweilige Drehstrom-Übertragungsnetz eingespeist.

          Das grüne Kabel : Die Batterie Europas

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