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Energiewende : Das Kohleland Polen beschließt den Kohleausstieg

Das Steinkohle-Kraftwerk Jaworzno in Polen. Bild: dpa

Polen ist der größte Förderer von Steinkohle in der Europäischen Union - und hat nun geräuschlos ein Ende des Abbaus bis zum Jahr 2049 beschlossen. Wie kommt das?

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          Am Ende ging es schnell und überraschend leise: Polen, die größte „Kohlenation“ der EU, hat beschlossen, die seit Ende des 18. Jahrhunderts laufende Steinkohleförderung zu beenden. Am Dienstag hatten die Verhandlungen im oberschlesischen Kattowitz begonnen, und schon am Freitag traten Vertreter der polnischen Regierung und der Gewerkschaften mit ernsten Mienen vor die Kameras. Sie verkündeten den Kohleausstieg bis zum Jahr 2049. „Polen geht seinen eigenen Weg“, verkündete der aus Warschau angereiste Verhandlungsführer, Staatssekretär Artur Sobon, „aber wir kämpfen nicht gegen Windmühlenflügel.

          Gerhard Gnauck

          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Wir bewegen uns im Einklang mit der Politik, die wir heute in der EU haben.“ Der Regionalchef der größten Gewerkschaft „Solidarnozs“, Dominik Kolorz, sagte: „Wir haben die Liquidierung eines der wichtigsten Industriezweige in der Geschichte Polens unterschrieben.“ An der Warschauer Börse reagierten die Aktien mehrerer großer Energiekonzerne auf die Einigung mit Kurssprüngen. Die EU-Kommission muss dem Abkommen noch zustimmen.

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