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Deutschlands Energiewende : So hoch wäre die EEG-Umlage ohne Deckelung gestiegen

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In Alt Zeschdorf: Vor dem farbenprächtigen Morgenhimmel ragen Windenergieanlagen aus dem Nebel über der Landschaft. Bild: dpa

Die Förderung des Ökostroms kostet Milliarden. Nun liegt eine Rechnung vor, wie sich die Coronavirus-Pandemie auf die EEG-Umlage auswirkt.

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          Die EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms wäre im nächsten Jahr auf ein Rekordhoch gestiegen – allerdings hat die Bundesregierung bereits eine Deckelung angekündigt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wäre die EEG-Umlage 2021 sonst von derzeit rund 6,8 Cent je Kilowattstunde auf rund 9,6 Cent gestiegen. Dies wäre ein Anstieg von rund 40 Prozent gewesen, wie Insider berichteten.

          Die Betreiber der großen Stromnetze wollen die rechnerische Höhe der EEG-Umlage für das kommende Jahr am Donnerstag bekanntgeben. Damit die Strompreise nicht stark ansteigen, hatte die Bundesregierung bereits beschlossen, dass die EEG-Umlage im kommenden Jahr auf 6,5 Cent pro Kilowattstunde begrenzt wird. Das kostet rund 11 Milliarden Euro.

          Der Grund für den rechnerisch massiven Zuwachs der EEG-Umlage sind Effekte durch die Corona-Krise. Mit den Einnahmen aus der Umlage wird die Differenz zwischen dem an der Börse ermittelten Strompreis und den garantierten Zahlungen an die Ökostromproduzenten ausgeglichen. Wegen deutlich gesunkener Börsenpreise ist diese Lücke zuletzt erheblich größer geworden.

          Neben der EEG-Umlage sind auch Netzentgelte ein wichtiger Bestandteil des Strompreises. Wie stark diese steigen und was genau das für die Entwicklung der Strompreise insgesamt bedeutet, ist bisher aber noch unklar.

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