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E-Flugzeuge : Der ICE der Lüfte

Lilium-Vorstandschef Daniel Wiegand hat mit seinen E-Flugzeugen große Pläne für die Mobilität der Zukunft. Bild: Rüdiger Köhn

Der elektrische Senkrechtstarter hat noch einiges vor sich. Der Vorstandschef und Mit-Gründer von Lilium Daniel Wiegand spricht über die nächsten Schritte und über den Börsengang als einen Teil von „Plan A“.

          6 Min.

          Daniel Wiegand beschreitet einen Grat. Begeistert redet er über Entwicklungserfolge des Flugtaxi-Projektes Lilium; doch zu redselig will er auch wieder nicht sein. Zu sensibel ist es, Einzelheiten über den Stand des ehrgeizigen Projekts auszuplaudern. So ist es als Auskunftsfreude zu werten, wenn der Vorstandsvorsitzende und Mitgründer des Start-ups aus Weßling bei München im Gespräch mit der F.A.Z. Einzelheiten nennt, die intern bekannt, aber offiziell noch nicht nach draußen gedrungen sind: neue Flugtests, die Präsentation des Serienflugzeuges, das zügige Erreichen der Gewinnschwelle oder die Börsenpläne als Teil von „Plan A“.

          Rüdiger Köhn

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Ambitionierte Luftverkehrskonzepte wie Lilium rufen schon mal Skeptiker auf den Plan, die die Machbarkeit in Frage stellen. Daniel Wiegand, 35 Jahre alt, ficht öffentlich verbreitete Kritik an dem Jet-Vorhaben indes nicht an. Er will es erst recht nicht als defensives Verhalten verstanden wissen, wenn er nun einen Zwischenstand gibt – und für seine Verhältnisse offen redet: „Wir sind im Plan“, sagt er mit ruhiger Stimme und schmunzelt: „Wir haben es bislang nur nicht kommuniziert.“ Vorrang hat die Entwicklung eines Senkrechtstarters mit 36 elektrischen Triebwerken und fünf Sitzplätzen, rund 1,5 Tonnen schwer. Der Stromer der Lüfte soll 300 Kilometer in der Stunde fliegen und 300 Kilometer zurücklegen.

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