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Deutsche Umwelthilfe : Hauptsache, aufs Auto geprügelt

  • -Aktualisiert am

Unter der Motorhaube dieses Porsche Cayenne schlummert ein Hybridantrieb. Bild: dpa

Wenn heiße Luft ein Schadstoff wäre, müsste die Deutsche Umwelthilfe zuerst einmal sich selbst bekämpfen. Die jüngste Präsentation eines angeblichen „Skandals“ ist hochgradig unseriös.

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          Wenn heiße Luft ein Schadstoff wäre, müsste die Deutsche Umwelthilfe zuerst einmal sich selbst bekämpfen. Bei allem Verständnis dafür, dass es längst überfällig war, eine neue Sau durchs Dorf zu treiben, weil die Leute derzeit vor allem an anderen Themen interessiert sind: Die Erkenntnis, dass Autos in der Praxis mehr verbrauchen als im genormten Prüfstandlauf, ist nun wirklich nicht neu.

          In einem Punkt geben wir dem Abmahnverein freilich ausnahmsweise recht – Plug-in-Hybride sind, falsch eingesetzt, tatsächlich keine Umweltfreunde. Wenn die Leute zu faul sind, ihren Dienstwagen an der Steckdose zu laden, weil die Firma die Tankrechnung bezahlt, ist ein Diesel besser. Wer dagegen zur Arbeit elektrisch fährt, abends den Akku füllt und nur gelegentlich weite Strecken zurücklegt, hat die Förderung geradeso verdient wie der Besitzer eines Elektrischen.

          Der Einsatz in der Praxis lässt sich in der Norm nicht abbilden, das hindert den Verein aber nicht daran, munter extreme Verbrauchsfahrten, Prüfstands- und Grenzwerte zu durchmischen – Hauptsache, die Ergebnisse taugen, auf das Auto einzuprügeln. So schluckt der Porsche Cayenne mit leerem Akku und im Supersport-Modus viel mehr als das, was als Durchschnittsverbrauch für die, Achtung, gesamte Fahrzeugflotte vorgesehen ist. Der „Skandal“ erinnert an Versuche, was ein Automatik im festgehaltenen ersten Gang wohl komsumiert. Sensationen dieser Art sind vor allem eines: hochgradig unseriös.

          Lukas Weber
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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