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Erneuerbare Energien : Bund fördert Wasserstoff-Projekte mit 700 Millionen Euro

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Mit den Geldern sollen drei Pilotprojekte in der Wasserstoff-Forschung längerfristig unterstützt werden. Bild: dpa

Mit dem Geld will die Bundesregierung bis 2025 die Forschung weiter ankurbeln. Gefördert werden drei Leitprojekte, die sich in einem Ideenwettbewerb durchgesetzt haben.

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          Die Bundesregierung will die Wasserstoff-Produktion aus erneuerbaren Energien schneller hochfahren und steckt dafür in drei Projekte rund 700 Millionen Euro. Bis 2025 soll die industrielle Herstellung mittels Elektrolyse, die direkte Produktion auf hoher See sowie der Transport des Brennstoffs gefördert werden, sagte Forschungsministerin Anja Karliczek am Mittwoch in Berlin.

          Dafür werden drei Konsortien mit insgesamt 230 Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft gebildet. Ziel ist es, grünen Wasserstoff schnell in industriellem Stil zu erzeugen und damit auch billiger zum machen. „Mit dem Zukunftspaket gehen wir in die Vollen“, sagte Karliczek.

          In Deutschland will die Regierung bis 2025 Kapazitäten zur Wasserstoff-Herstellung über Wind- oder Solarstrom von fünf Gigawatt Leistung aufbauen. Dafür sollen mit dem Projekt H2Giga bereits etablierte Elektrolyseure, Zulieferer und Wissenschaft zusammenarbeiten, um Produktionsstätten in große Stil aufbauen zu können. Dabei nimmt die Regierung auch den Export der Anlagen in den Blick. Zudem sollen die Chancen der direkten Produktion bei Windrädern auf hoher See genutzt werden. Das Projekt H2Mare kann so auch dazu beitragen, dass bei Starkwind Windparks nicht zum Schutz der Netze abgeschaltet werden müssen, sondern der Strom direkt genutzt wird. Zudem fördert der Bund mit TransHyde die Entwicklung von Transportlösungen für Wasserstoff.

          Mit Hilfe von Wind- oder Sonnenstrom erzeugter Wasserstoff gilt als zentraler klimafreundlicher Brennstoff gerade für die Industrie. Während bei Autos der direkte elektrische Antrieb favorisiert wird, fehlen klimafreundliche Lösungen für Schwerlaster, die Schifffahrt sowie Chemie-, Stahl- und Zementindustrie. Klar ist, dass mittelfristig Wasserstoff etwa aus sonnen- und windreichen Gegenden Südeuropas, Afrikas oder eben auch Südamerikas importiert werden muss. Erneuerbare Energien aus Deutschland werden dies allein nicht leisten können, weil für die Wasserstoff-Produktion sehr große Strommengen benötigt werden.

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