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Ein Haus aus Termitenhügeln

Von ROBERT WENKEMANN (Text und Fotos)

23. September 2020 · Equimar Barbosa hat dreizehnmal den Versuch aufgegeben, in Brasilien eine biodynamische Farm aufzubauen. Diesmal klappt es. Die Ruralistas rümpfen die Nase.

Jardim, eine Kleinstadt in Brasiliens Bundesstaat Mato Grosso do Sul, ist ein Ort für Farmer, für Männer und Rinder, Pick-ups und Lederstiefel. Ruralistas werden die Großfarmer hier genannt, die das Agro-Business in der Hand haben. Machismus an jeder Straßenecke. Aber das ist nicht alles. Equimar Barbosa ist auch Farmerin, sie wurde in Guia Lopes da Laguna geboren, der Stadt, in der Brasilien den Paraguay-Krieg gewann, in dem so viele Männer gestorben sind. Jetzt lebt sie in Jardim, baut biodynamisch an und beschäftigt ihre Mitarbeiter nach den Regeln des Psychodramas. Die Ruralistas verstehen das nicht.

Die Farmer leben in prächtigen Häusern. Equimar Barbosas Haus hat ein Hexagon als Grundriss, Klappläden mit Lackresten aus recyceltem Holz, und die Scheiben stammen aus einem alten VW Käfer. Balken und Steine sind mit Termitenmehl verputzt. Auf der Terrasse spielt eine kleine Katze. Die Idee für das Biohaus kam ihr vor zwölf Jahren in einem Permakultur-Kurs. Aber damals gab es keinen Architekten, der es bauen konnte. „Ich habe immer auf dem Land gelebt“, sagt Equimar Barbosa, „immer mit der Natur. Mein Vater hatte eine Plantage für den Lebensunterhalt, meine Mutter einen Gemüsegarten. Wir hatten immer Tiere, lebten von dem, was wir anbauten. Davor wohnten meine Eltern umgeben von 8000 Hektar brasilianischem Wald. Mein Vater war immer ein Naturmensch. Er war nie Unternehmer, keiner der die Viehkapazität erhöhte und damit die Natur zerstörte.“

  • Architekur als Prozess: Wer ein Haus wie dieses hat, fängt an, ein anderes Leben zu führen
  • Inspiration in Reichweite: Tagebuch Francisco Brennands, dem alten brasilianischen Bildhauer
  • Wohnzimmer voller Spuren: Recycling-Bretter mit Farbresten
  • Wiederentdeckte Technik: Durch „Bocaiúva“ wurden Kokosstämme mit Lehm aus Termitenhügeln verbunden
  • Was für ein Panorama: Beim Duschen gewährt die Scheibe eines alten VW-Käfer den Blick auf vorbeiziehende Vögel
  • Alle mit Geschichte: Mit ihrem Bruder, Ruy, hat Equimar Barbosa Möbel für Küche und Wohnzimmer gebaut
  • Architekur als Prozess: Wer ein Haus wie dieses hat, fängt an, ein anderes Leben zu führen
  • Inspiration in Reichweite: Tagebuch Francisco Brennands, dem alten brasilianischen Bildhauer
  • Wohnzimmer voller Spuren: Recycling-Bretter mit Farbresten
  • Wiederentdeckte Technik: Durch „Bocaiúva“ wurden Kokosstämme mit Lehm aus Termitenhügeln verbunden
  • Was für ein Panorama: Beim Duschen gewährt die Scheibe eines alten VW-Käfer den Blick auf vorbeiziehende Vögel
  • Alle mit Geschichte: Mit ihrem Bruder, Ruy, hat Equimar Barbosa Möbel für Küche und Wohnzimmer gebaut


Barbosa begann früh, natürliche Landwirtschaftssysteme zu studieren. Das Land zu pflegen fiel ihr immer leicht. Als sie die Permakultur kennenlernte, war sie noch an der Uni. „Ich bin fast ausgeflippt! Ich habe eine andere Art zu leben entdeckt.“ Sie machte einen Universitätsabschluss in ländlicher Verwaltung, besuchte Trainingskurse für Biokonstruktion, biodynamische und intuitive Landwirtschaft, studierte silvopastorale Systeme und syntropische Agroforstwirtschaft bei Ernst Götsch, um zu verstehen, wie Viehzucht mit kultivierten und vorhandenen Bäumen und verholzten Pflanzen kombiniert werden kann. Sie begann, die Kreisläufe der Natur in ihrer Umgebung nachzuahmen, und wollte alles auf einer eigenen Farm anwenden. „Du bist verrückt“, sagten die Ruralistas.


„Ich bin fast ausgeflippt! Ich habe eine andere Art zu leben entdeckt.“

„Wenn hier eine Frau heiratet, kommt ihr Mann, nimmt ihre Farm und verwaltet sie so, wie er es will, und die Frau gibt das Geld, das er will, aber das Erbgut war das der Frau“, sagt Equimar Barbosa. Ihr Vater hatte sieben Schwestern, denen es so erging. Die Ländereien der Barbosas hier in der Region wurden mit viel Schmerz erworben. Diese riesigen Ländereien gehörten ihren Großeltern. Keine fünf Kilometer von Jardim entfernt wurde 1870 der Tripel-Allianz-Krieg entschieden, der in Brasilien nur Paraguay-Krieg heißt. Er endete mit der Niederlage Paraguays und gilt als der blutigste Konflikt der lateinamerikanischen Geschichte mit Hunderttausenden Opfern. Europa hat davon nicht allzu viel mitbekommen. „Brasilien hat gewonnen, aber Krieg endet nie gut. Auch wenn wir jetzt unser Land haben, hatte dies alles einen sehr hohen Preis. Die Frauen haben viel gelitten, die meistern Männer waren tot“, sagt Equimar Barbosa. Ihr gehört ein Teil dieses Landes. „Ich habe das Gefühl, dass ich mit diesem Land eine Verpflichtung habe“, sagt sie, „eine Verantwortung für das, was ich mit dem Land mache. Mein Ziel ist, diesen Ort so zu gestalten, so zu öffnen, dass er für die Menschen da ist.“

Das Haus: „Wir wussten nicht, ob es funktionieren würde.“ Video: Robert Wenkemann

Barbosa kämpfte um ihre Idee einer biodynamischen Farm. Sie beobachtete Pflanzen. Zog Schlüsse. Änderte die Verfahren. Sie kam voran, aber sie fand keine geeigneten Mitarbeiter. Keiner verstand sie. Dann entdeckte sie „Psychodrama“. Was nach Filmgenre klingt, ist eine besondere Methode der Psychotherapie. „Ziel des Psychodramas ist die Aktivierung und Integration von Spontaneität und Kreativität. Konstruktives spontanes Handeln ist zustande gekommen, wenn der Protagonist für eine neue oder bereits bekannte Situation eine neue und angemessene Reaktion findet“, schrieb Jacob Levy Moreno, von dem diese Therapie ausgeht. Equimar Barbosa hat diese Methode studiert und in ihr landwirtschaftliches Mitarbeiter-Konzept übernommen. Das hat vorher keine in Brasilien gemacht. Ruralistas, habt ihr so etwas schon gehört?

Jetzt gibt es einen neuen Mitarbeiter auf Barbosas Farm, Bruno. Vorher war er Straßenkehrer im nahen Campo Grande. Seine Frau litt unter Depressionen. Bruno hat schnell verstanden, dass es auf Barbosas Farm nicht nur ums Schaufeln und Pflanzen geht, sondern um die Zusammenhänge, den Kreislauf, dessen Teil Farmer und Mitarbeiter sind, und dass Zerstörung und Aggressivität gegen die Natur tabu sind. „Landwirte müssen wissen, wie man pflanzt, anbaut und erntet. Man muss jeden Tag dort sein, kultivieren, lesen. Dieses Wissen wurde von der Agrarindustrie durch Wissen ersetzt, das wir nicht brauchen, eine völlig künstliche Technologie. Sie rahmt die Natur in ein künstliches System, das sich gegen Natur und Menschen richtet und eine künstliche Welt erzeugt. Wir müssen die Rolle des Landwirts wiederherstellen“, sagt er. „Die Menschen auf dem Land haben eine einzigartige Art, die Welt zu sehen, und die Art, wie sie ihr Geld verdienen. Es ist wichtig, junge Landwirte zu unterstützen, ihre Arbeit, ihre Autonomie, ihre Würde und ihr Selbstwertgefühl. Ein landwirtschaftlicher Beruf wird nicht über Nacht geboren.“ Bruno hat sich schlecht ernährt. Jetzt isst er nur noch Bioprodukte. Er hat seine Lebensführung geändert, und seine Frau hat sich von ihrer Depression befreit. 


„Wir müssen in der Natur sehen, was es gibt, und damit, nicht dagegen arbeiten.“

Equimar Barbosa will Landwirtschaft und Menschen zusammenbringen, ganzheitlich. Das Psychodrama unterstützt sie. „Ich habe die Natur gelebt, ich habe eine Pflanze gefühlt, ich habe gefühlt mit und für die Natur. Wenn ich dieses Projekt durchführen kann und die Menschen es hier erleben, werden sie auch in der Lage sein, das Gleiche zu tun und damit weitere Menschen erreichen“, sagt sie. „Selbstdidaktisches Arbeiten“ ist ihr wichtig. Bruno ist begeistert. „Wir müssen in der Natur sehen, was es gibt, und damit, nicht dagegen arbeiten. Wir müssen nichts ändern, um die Produktion zu steigern. Ich mag diese Herausforderung. Vor sechzig Tagen hätte ich nie gedacht, dass ich so arbeiten würde. Das Wort Biodynamik kannte ich gar nicht. Dass wir die Ersten sind, die damit arbeiten, motiviert mich. Wir müssen unser System durch Biodynamik stabilisieren und in ein selbsttragendes System verwandeln ohne externe Ressourcen. So arbeiten wir nachhaltig. Die Natur hat ihre eigene Zeit. Wir müssen geduldig sein. Man kann sehen, dass alles einen Zweck hat. Das ist anders als ein Job nur für den Lebensunterhalt. Nachdem ich hierhin gekommen bin, ist mein Leben ins Gleichgewicht gekommen. Die Zufriedenheit, mit etwas zu arbeiten, das Tausenden von Menschen helfen kann, gibt meinem Leben Sinn. In Brasilien ist das neu. Wir legen den Grundstein für diese Art zu arbeiten. Irgendjemand muss ja anfangen.“

Aktuell gibt es in Brasilien 48 von Demeter zertifizierte biodynamische Bauernhöfe, 2018 waren es noch 32, das entspricht etwa 4380 Hektar Land. Jair Bolsonaros Regierung bietet zwar ein Kreditsystem für alle Landwirte an, aber es gibt keinerlei Subventionen. Equimar Barbosa nutzt 75 Hektar ihrer Farm biodynamisch. Sie beschäftigt neun Mitarbeiter. Ihre Ware liefert sie an private Haushalte und einen Obst- und Gemüsegroßhandel. Auf einem Rundgang erklärt sie: Die Farm wird mit nur einer natürlichen Quelle bewässert. Sie ist in einem uralten Baumstumpf. Die Wassermenge ist begrenzt. Das Wasser muss also geschickt durch Gräben geleitet werden. Abstände müssen bedacht werden. Das Wasser darf sich nicht an der falschen Stelle sammeln. Pflanzt man Tomaten und Salat zusammen, funktioniert das nicht, weil Tomaten weniger Wasser benötigen als Salat. Fruchtfliegen legen ihre Eier in die Früchte, während sie noch am Baum hängen. Wenn die Früchte herunterfallen, kommen die Würmer aus der Frucht und werden wieder zu Fliegen. Dann legen sie Eier auf andere Früchte. Die Frucht auf dem Boden ist beschädigt und verrottet. Also muss ein Schwein oder ein Huhn die Früchte fressen, dann wird der Kreislauf unterbrochen. 


  • Hühner fressen von Insekten befallenes Obst
  • Bruno, Equimar Barbosas neuer Mitarbeiter, hat die Prinzipien biodynamischen Anbaus schnell verstanden
  • Ananas liefern mehr Früchte, wenn sie von Spontanen umgeben sind. Woanders heißen Spontane schlicht „Unkraut“.
  • Termitenhügel, hart wie Zement, sind zermahlen natürlicher Baustoff
  • Bauplatz für eine neue Schule, zur Ausbildung von Landwirten
  • „Alles soll immer natürlicher werden“, Equima Barbosa
  • Hühner fressen von Insekten befallenes Obst
  • Bruno, Equimar Barbosas neuer Mitarbeiter, hat die Prinzipien biodynamischen Anbaus schnell verstanden
  • Ananas liefern mehr Früchte, wenn sie von Spontanen umgeben sind. Woanders heißen Spontane schlicht „Unkraut“.
  • Termitenhügel, hart wie Zement, sind zermahlen natürlicher Baustoff
  • Bauplatz für eine neue Schule, zur Ausbildung von Landwirten
  • „Alles soll immer natürlicher werden“, Equima Barbosa


Ein paar Meter weiter ärgert sie sich. Immer wieder gibt es Probleme mit dem Reinigen. Es wird zu viel geputzt. „Den Boden unbedeckt zu lassen ist ein Fehler. Es ist wichtig, die Insekten zu verwirren, um den Anbau zu schützen. Das ist die Herausforderung, das Land ,unrein‘ zu machen. Wenn du einen Gemüsegarten wie diesen betrachtest, denkst du, dass er hässlich ist, von faulen Leuten. Aber in der Agrarökologie ist das ideal. Es ist ein Prinzip, um den Gemüsegartenkorridor schmutziger zu machen. Es geht nicht darum, das Land zu jäten und das Gras aus dem Boden zu entfernen, all das organische Leben, das vorher hier war“, erklärt sie. Barbosa muss ihre Leute im Auge behalten. „Die Sonne hat alles verbrannt. Wenn sie das Gras hier gelassen hätten, wäre es verrottet und zu organischem Material geworden. Jetzt muss organisches Material von der anderen Seite hierhin gebracht werden, um den Boden zu versorgen. Man muss die Menschen davon überzeugen, dass wir kopieren müssen, wie die Natur funktioniert. In der Natur gibt es keine sauberen Orte.“ Ein paar Meter weiter wird die Luft milder. „Wir haben diese Bananenbäume genau dafür gepflanzt. Wenn sie zu groß werden, schneiden wir die Blätter ab. Der Schnitt eignet sich, um den Boden mit organischem Material zu bedecken. Wir müssen im System darüber nachdenken, wie wir Probleme mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen und Prinzipien lösen können.“ In einem anderen Teil der Farm sehen wir, wie die Ernte optimiert wird. Ananas-Pflanzen, bei denen Spontane zugelassen wurden, trugen viele Früchte. Wurden die Spontanen weggenommen, wuchsen zwar mehr Ananas-Pflanzen, aber sie trugen fast keine Früchte. Die Spontanen, die hier wachsen, schützen die Ananas vor Sonne, Regen und Wind. Sie schützten auch vor Schädlingen. „Je komplexer das System ist, desto eher reguliert es sich selbst“, sagt sie.

Die Farm: „Ich wollte den Leuten Dinge erzählen, die sie nie gesehen haben.“ Video: Robert Wenkemann

In einundzwanzig Jahren hat Equimar Barbosa ihr biodynamisches Projekt dreizehnmal aufgegeben und wieder angefangen. Es gab immer Widerstand von Arbeitern und ihrer Familie bei der Ausführung der unkonventionellen Arbeitsweise und Schwierigkeiten, Menschen zu finden, die den gleichen Traum teilen, den gleichen Ansatz für Agrarökologie und Biodynamik. Menschen wie Bruno geben ihr Kraft weiterzumachen. In Kürze will Barbosa deshalb eine Schule zur Ausbildung von Landwirten auf ihrer Farm bauen und das tägliche Leben eines Landwirts vermitteln, von der Ressource bis zum Handel. Menschen gehen in den Supermarkt, holen Salat aus dem Regal und wissen nicht, wo er herkommt, nichts von der Arbeit, der Energie, die von den Menschen, die auf dem Land arbeiten, und von der Natur verbraucht wurde. Junge Landwirte sollen ihre Rolle bei der Ernährung der Welt schätzen lernen. Es soll eine erfahrungsorientierte Schule sein, nicht nur Theorie vermitteln. Beobachtung und Transformation sind wichtig. Für die direkte Vermarktung will Barbosa CSA (Community Supported Agriculture) nutzen. Dabei beteiligen sich Verbraucher im Voraus an den Kosten der Landwirtschaft und erhalten dafür deren Produkte. Das hilft dem Verständnis von Landwirten und Verbrauchern.

2016 hat Equimar Barbosa den Architekten Ronaldo Rodrigues kennengelernt. Sie begeisterte ihn für ihre alten Biohaus-Entwürfe und ihre agroökologische Farm. Dann fingen sie an zu zeichnen. Das Haus sollte zwei Stockwerke haben, ein Badezimmer. Dann haben sie noch ein paar Elemente hinzugefügt. Und wie die Farm entwickelte sie mit Rodrigues das Haus. Sie versuchte es mit „Bocaiúva“, einer alten Technik, wie sich Kokosstämme mit Lehm verbinden lassen, ohne zu wissen, ob es funktioniert. Nach mehreren Versuchen hatten sie eine Lösung gefunden. Schrittweise ging es voran. Im Vergleich zum ersten Plan hat sich eine Menge verändert. Genutzt wurden die natürlichsten Produkte, die sie finden konnten. Auf der Farm gibt es überall Termitenhügel, hart wie Zement. Also haben sie die Hügel gemahlen und als Putz für die Wände genutzt. Rodrigues hat das Haus einfühlsam auf Barbosas Persönlichkeit abgestimmt. Mit ihrem Bruder, Ruy, hat sie Möbel gebaut für Küche und Wohnzimmer, Stücke mit Geschichte. Ihre Geschichte ist Barbosa wichtig. „Alles passt zusammen“, sagt sie. Equimar Barbosa lebt von dem, was sie produziert. Jede Woche trägt sie einen gefüllten Korb nach Hause. Bananen, Ananas, Zitronen. „Dieser Kürbis hier ist phantastisch. Er kommt aus kreolischen Samen, die wir seit vielen Jahren haben. Alles soll immer natürlicher werden. Die Art zu leben und zu essen, die Verbindung zwischen dem Haus und dem Landwirtschaftsprojekt, alles soll integriert sein.“ Sich nimmt sie nicht aus. „Es ist ein Prozess.“ Sie lebt mit dem Unvorhersehbaren. Zu viel Planung und Methode funktionieren in diesem Lebensmodell nicht. Es passieren Dinge, es ist, als ob die Natur sagt, welchen Weg sie gehen muss. Jetzt sollen mehr Menschen kommen, mehr Leben, mehr Dynamik.

Equimar Barbosa vor ihrem Haus auf der Terrasse
Equimar Barbosa vor ihrem Haus auf der Terrasse

Bald beginnt Equimar Barbosa mit biologischer Forstwirtschaft und Rinderzucht. Mit Lederstiefeln steht sie zwischen ihrer Mutter, ihrer Schwester und ihrer Cousine, kein Mann in Sichtweite. Die Ruralistas kratzen sich am Kopf, schieben den Hut in den Nacken und sagen „Hier ist Equimar Barbosa der Mann im Haus“, aber die Ruralistas haben ja auch nichts verstanden.

Zum Beitrag in portugiesischer Sprache


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Quelle: F.A.Z.

Veröffentlicht: 23.09.2020 08:52 Uhr