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Australiens Finanzminister : „Ohne unsere Kohle wäre die Umwelt schlechter dran“

Mathias Cormann Bild: Wolfgang Eilmes

Australiens Finanzminister Mathias Cormann spricht über die Buschbrände, den Klimawandel – und das Verhältnis seines Landes zu China und Indien.

          9 Min.

          Herr Minister, die schweren Buschbrände in Australien beunruhigen Naturliebhaber und Klimaschützer auf der Welt. Sind die Feuer unter Kontrolle?

          Heike Göbel

          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

          Die Feuersaison ist noch nicht vorbei. Das Wetter hat aber in den letzten Wochen etwas geholfen. Wir hatten Regen. Es gibt noch Brände, aber wir sind in einer günstigeren Lage.

          Wie viel Schaden ist entstanden?

          Die Feuer waren stark konzentriert, vor allen an der Küste von New South Wales und in einem regionalen Teil von Viktoria. Eine Insel vor Südaustralien war auch sehr intensiv betroffen. Diese Feuersaison war besonders heftig. Obwohl wir seit Jahrtausenden Buschfeuern und extremen Wetterereignissen ausgesetzt sind, steht es außer Frage dass der Klimawandel Einfluss auf die Intensität der Buschfeuer hat. Verbrannt sind rund 10 Millionen Hektar. Europas Medien sprachen von zweimal der Fläche Belgiens. Die Landmasse Australiens ist aber 256 mal so groß wie Belgien. In der Buschfeuersaison 1974 sind 117 Millionen Hektar abgebrannt.

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