https://www.faz.net/-gqe-91uv4

Forumsgründer Klaus Schwab ist weiterhin maßgeblich an der Ausführung des Weltwirtschaftsforums beteiligt. Bild: EPA

Managertreffen : Ein neuer Präsident für das Weltwirtschaftsforum

  • -Aktualisiert am

Das Weltwirtschaftsforum in Davos hat einen neuen Präsidenten. Doch der Forumsgründer Klaus Schwab zieht sich nicht vollständig zurück.

          2 Min.

          Klaus Schwab, Gründer und Regisseur des Weltwirtschaftsforums in Davos, gibt einen Teil seiner Machtfülle ab. Er teilte jetzt die Ernennung des norwegischen Außenministers Børge Brende zum Präsidenten des World Economic Forum (WEF) mit. Damit führt der 51 Jahre alte Brende künftig den Vorstand des Weltwirtschaftsforums, dem er schon früher einmal angehört hatte. Darüber hinaus rückt Schwabs Sohn Olivier laut der offiziellen Mitteilung in das operative Führungsgremium des Forums ein. Er soll sich dort um die Beziehungen zu den Mitgliedsunternehmen kümmern. Zu seinen künftigen Kollegen gehört unter anderen auch der frühere FDP-Politiker und Vizekanzler Philipp Rösler, der als eine Art „Außenminister“ in der Führungsriege tätig ist.

          Forumsgründer Klaus Schwab wird im März kommenden Jahres 80 Jahre alt. Der gebürtige Deutsche bleibt Executive Chairman und damit an der Spitze des Stiftungsrats (Board of Trustees) der in Genf ansässigen Organisation, die das jährliche globale Elite-Treffen in den Schweizer Bergen ausrichtet.

          Ämtertrennung schon länger angekündigt

          In dieser Funktion wird er weiterhin die großen Linien des Weltwirtschaftsforums bestimmen. Schwab hatte schon seit längerem angekündigt, er wolle seine beiden Spitzenfunktionen im WEF trennen. Den Zeitpunkt dieses Schritts hatte er aber stets offengelassen.

          Nunmehr schreibt Peter Brabeck, der ehemalige Verwaltungsratspräsident von Nestlé, als Stellvertreter im Board of Trustees in der Mitteilung, die Ämtertrennung sei im vergangenen Jahr in die Wege geleitet worden, nachdem das World Economic Forum von der Regierung in Bern als internationale Organisation für öffentlich-private Partnerschaften anerkannt worden war. Es steht damit auf einer Stufe beispielsweise mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz oder dem Internationale Olympischen Komitee, die beide gleichfalls in der Schweiz ansässig sind.

          Noch kein Nachfolger in Aussicht

          Ein weiterer Rückzug Schwabs aus dem Forum ist vorläufig nicht zu erwarten. Sofern es seine Gesundheit zulässt, will er offenbar noch zumindest die 50. Ausgabe des Weltwirtschaftsforums leiten, die im Jahr 2020 ansteht. Irgendeine Form von Altersmüdigkeit ist bei ihm bisher nicht festzustellen. Sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin dürfte entweder aus dem prominent besetzten Stiftungsrat kommen oder zumindest in aller Welt bekannt sein. Ob Brende zu diesem Kreis gehört, bleibt abzuwarten.

          Gegründet 1971 als Managertreffen, bilden die 1000 global tätigen Mitgliedsunternehmen bis heute das Rückgrat des Forums. Allerdings macht es nicht zuletzt durch die Anwesenheit vieler Staats- und Regierungschefs aus aller Welt jedes Jahr von sich reden.

          Weitere Themen

          Frust im Maschinenbau

          Coronakrise setzt zu : Frust im Maschinenbau

          Die Stimmung in der Branche wird immer schlechter. Viele Betriebe spüren mittlerweile auch Einschränkungen entlang ihrer Lieferketten.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.