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Uniper denkt nach : Neue Gaskraftwerke in Deutschland?

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Block 5 des Gaskraftwerks Irsching läuft gerade nur als Reserve – für ständige Stromproduktion ist das Kraftwerk zu teuer. Bild: dpa

Viele Gaskraftwerke in Deutschland sind nicht rentabel. Trotzdem überlegt der Chef des Stromkonzerns Uniper, ob Deutschland neue braucht.

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          Der Energiekonzern Uniper denkt über den Neubau von Kraftwerken in Deutschland nach. „Spätestens, wenn 2022 das letzte deutsche Kernkraftwerk vom Netz ist, wird sich das Thema Versorgungssicherheit neu stellen. Wir werden bestehende und vielleicht auch neue Gaskraftwerke in Deutschland brauchen, um die Schwankungen der Erneuerbaren auszugleichen“, sagte Uniper-Chef Klaus Schäfer der „Rheinischen Post“.

          Allerdings müssten dafür die Strompreise steigen: „Bei den aktuellen Preisen erwirtschaften unsere Kraftwerke einen positiven Cash-Flow, verdienen aber ihre Kapitalkosten nicht. Bei 10 bis 15 Euro mehr je Megawattstunde wird es dann je nach Technologie interessant.“ Aktuell liegen die Preise bei rund 35 Euro je Megawattstunde.

          Derzeit streitet sich Uniper mit den deutschen Energienetzbetreibern darum, dass der Konzern eigentlich manches Gaskraftwerk mangels Gewinn abschalten will. Die Netzbetreiber lassen das aber nicht zu, weil sie die Kraftwerke als so genannte „Kaltreserve“ brauchen – für den Fall, dass zu wenig erneuerbare Energie aus Wind und Sonne entsteht.

          Weil so wenig neue Kraftwerke gebaut werden, streicht Siemens gerade 6900 Stellen in seiner Kraftwerksbau-Sparte, davon die Hälfte in Deutschland.

          Die Übernahme durch Fortum stockt

          Schäfer kritisierte seinen Mutterkonzern Eon, der einen Appell zum Kohleausstieg unterschrieben hat. „Früher stand Eon einmal zu seinen Überzeugungen. Dass der Konzern nun, kaum, dass er sich von der Mehrheit an Uniper trennt, die Richtung ändert, müssen andere beurteilen.“

          Die Übernahme Unipers durch den finnischen Konkurrenten Fortum stockt. Nach Angaben Schäfers wurden Fortum erst 548.000 Aktien, das sind 0,15 Prozent der Uniper-Aktien, angedient. „Da der Börsenkurs deutlich über dem Fortum-Angebot liegt, ist es für keinen Aktionär interessant, jetzt an Fortum zu verkaufen.“ Am 2. Februar laufe die erweiterte Angebotsfrist ab, dann werde man sehen, wie viele Aktionäre Fortums Angebot annehmen.

          Schäfer kritisierte die schleppenden Gespräche mit Fortum zur Job-Sicherung. „Ich würde den Uniper-Mitarbeitern gerne möglichst bald das Signal geben, dass Fortum verbindlich zu allem steht, was sie öffentlich angekündigt haben.“ Schäfer wirft den Finnen vor, ihre wahren Ziele zu verschweigen.

          UNIPER SE NA O.N.

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