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Geschlechterdiskriminierung : Klage gegen Frauenförderung

BHP: Vorreiter im Bereich der Frauenförderung. Auch im Rohstoffsektor sollen mehr Frauen arbeiten. Bild: dpa

Der Rohstoffkonzern BHP hat sich ein ambitioniertes Ziel im Bereich der Frauenförderung gesetzt. Bis 2025 soll die Hälfte der Mitarbeiter weiblich sein. Ein Manager fühlt sich diskriminiert und klagt den Konzern an.

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          Starker Gegenwind trifft einen der selbsternannten Vorreiter der Gleichberechtigung der Geschlechter: Ein Manager des Weltmarktführers für Bodenschätze, BHP, klagt aufgrund von Benachteiligung in seinem Karriereweg gegen den Konzern. Der Mann wirft dem Unternehmen vor, beim beruflichen Aufstieg konsequent geringer qualifizierte Frauen vor die Nase gesetzt bekommen zu haben, weil das erklärte Ziel sei, diese zu fördern.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Der australische Konzern hatte sich unter seinem früheren Vorstandsvorsitzenden Andrew Mackenzie, heute Chef des Verwaltungsrates von Shell, eine für seine Branche außerordentlich fortschrittliche Politik verordnet: Schon bis 2025 sei angestrebt, die Hälfte aller Stellen mit Frauen besetzt zu haben. Das ist im Rohstoffsektor, in dem oftmals Techniker in entlegenen Gegenden arbeiten, extrem viel verlangt. Viele Wettbewerber schüttelten denn auch den Kopf, als Mackenzie im Oktober 2016 das Ziel formulierte – auch wenn er damals keine Sanktionen nannte.

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