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Kirchensteuer : Ein Rabatt für jüngere Mitglieder?

Damit der Klingelbeutel nicht noch schmaler wird: Die Protestanten wollen es mit einem Rabatt versuchen. Bild: dpa

Die Protestanten haben eine Idee: Damit ihnen die Einnahmen aus der Kirchensteuer nicht noch weiter einbrechen, soll die Abgabe für Berufseinsteiger sinken. Das kann nach hinten losgehen.

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          Für ihre Synode im November hat sich die evangelische Kirche viel vorgenommen. „Kirche auf gutem Grund – Elf Leitsätze für eine aufgeschlossene Kirche“ heißt das Strategiepapier, das sie dort beschließen will. Viel ist dort von Grundsätzlichem die Rede. „Christlicher Glaube hat für viele Menschen an Plausibilität und Relevanz verloren“, stellen die Bischöfe fest. „Sprachfähigkeit, Dialogbereitschaft und ein authentisch gelebter Glaube“ wird eingefordert. Die Kirche will „weniger hierarchisch funktionieren und weniger selbstbezüglich agieren“, verspricht sie.

          Ralph Bollmann
          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Furore machten in diesen Tagen freilich nicht derlei wohlgesetzte Worte, sondern ein paar gut versteckte Sätze über die Kirchensteuer in der Mitte des Papiers: „Junge Menschen brauchen am Anfang des Berufslebens und in der Phase der Familiengründung Entlastungsmöglichkeiten. Spielräume bei der Kirchensteuerpflicht sollten genutzt werden (z.B. Begrenzungen der jährlichen Höhe, eine (lebens)zeitliche Höchstgrenze, zusätzliche Möglichkeiten der Mitbestimmung bei der Verwendung.“

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