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Kirch-Prozess : Krachende Niederlage

  • -Aktualisiert am

Die Deutsche Bank muss an die Kirch-Erben Schadenersatz zahlen. Dieser Prozess-Ausgang stand schon im Frühjahr fest, als das Geldhaus nach einem akuten Chaos-Anfall entschieden hatte, sich nicht einigen zu wollen. Ein Kommentar.

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          Dieser Ausgang stand schon im Frühjahr fest, als die Deutsche Bank nach einem akuten Chaos-Anfall entschieden hatte, sich doch nicht mit den Erben des Filmunternehmers Leo Kirch zu vergleichen: Jetzt hat das einst vornehme Kreditinstitut den Kirch-Prozess also krachend verloren.

          Das Oberlandesgericht München sieht eine Mitverantwortung für den finanziellen Untergang, weil der ehemalige Vorstandssprecher der Bank, Rolf Breuer, die Kreditwürdigkeit Kirchs in Frage gestellt hatte. In einem Gutachten soll nur noch die Höhe des Schadens festgestellt werden. Der Richter hatte die Streithähne wiederholt aufgefordert, sich zu einigen. Für 800 Millionen Euro war das nicht gelungen. Die Bank hatte stets gehofft, in die nächste Instanz ziehen zu können.

          Larmoyanter Jammer bringt nichts

          Jetzt aber ist eine Revision nicht zugelassen, es bleibt eine Nichtzulassungsbeschwerde vor dem Bundesgerichtshof. Die Aussichten sind ungewiss.

          Am Ende einer für das Institut katastrophalen Woche muss die Deutsche Bank lernen, dass larmoyanter Jammer über das Vorgehen der Justiz in all’ ihren unüberschaubar vielen Rechtsfällen nichts bringt. Ihr Verhalten muss sich ändern - viel schneller, als vom neuen Führungsduo bisher gedacht und versprochen.

          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

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