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Kindergeld-Kommentar : Unglaubwürdige EU-Kommissarin

  • -Aktualisiert am

Ist es „zutiefst unfair“, dass Österreich das Kindergeld anpassen möchte an die Lebenshaltungskosten am Wohnort? Das kann man durchaus anders sehen.

          Das EU-Verfahren gegen Österreich wegen der Indexierung des Kindergelds hat sich angekündigt. Seit Monaten erteilt Sozialkommissarin Marianne Thyssen jedweden Überlegungen eine Absage, Familienleistungen an die Lebenshaltungskosten am Wohnort des Kindes anzupassen. Wenn ein Rumäne, der das Kindergeld nach Bukarest überweise, schlechter gestellt werde als sein Kollege in Österreich, verstoße das gegen das EU-Recht und sei „zutiefst unfair“.

          Das freilich kann man auch umgekehrt sehen. Viele dürften es eher unfair finden, wenn ein Arbeiter mit österreichischen Sozialleistungen – zugespitzt gesagt – in Rumänien die halbe Familie „durchfüttert“, während der Kollege in Österreich kaum die Alltagskosten des Kindes finanzieren kann.

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          Hendrik Kafsack

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

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