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Corona-Impfstoff : Bleiben Kinder außen vor?

Ein Kind auf einem Spielplatz in Berlin- Charlottenburg. Bild: Andreas Pein

Auch Minderjährige erkranken und sterben an Covid-19. Ob und wann sie geimpft werden, ist derzeit dennoch völlig offen. Das Gesundheitsministerium gibt sich schmallippig.

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          In der Diskussion um den Corona-Impfstoff geht es vor allem um die Älteren. Sie haben derzeit Schwierigkeiten, in den Impfzentren an Termine zu kommen, obgleich sie in der Priorisierung ganz oben stehen. Gleichzeitig gibt es eine Diskussion darüber, wie wirksam und verträglich der Impfstoff des Herstellers Astra-Zeneca für Personen jenseits der 65 überhaupt ist. Weil in den Studien die Datenbasis dazu gering ausfällt, könnte die zuständige Europäische Arzneimittelbehörde Ema die für diesen Freitag erwartete Zulassung für Ältere zunächst aussetzen. Die deutsche Ständige Impfkommission hat am Donnerstag bereits genau das empfohlen.

          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Es ist verständlich, dass sich die Diskussion auf Personen mit Risiken fokussiert, auffällig ist aber auch, dass eine andere Gruppe so gut wie gar nicht vorkommt: Kinder und Jugendliche. Die verfügbaren Impfstoffe sind erst ab einem Alter von 16 oder 18 Jahren zugelassen, wer jünger ist, bekommt weder jetzt noch in absehbarer Zukunft eine Anti-Corona-Spritze. Vergisst die Politik also unsere Kinder? Ja, sagt man beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). „Derzeit wird den Kindern nicht nur das Grundrecht auf Bildung beschnitten, sie kommen auch in der Impfstrategie gar nicht vor“, sagt der Berliner Kinder- und Jugendarzt Jakob Maske als Sprecher des BVKJ. Vielen Eltern sei gar nicht bewusst, dass für ihre Kinder kein Impfstoff in Sicht sei, und die Politik ignoriere das Feld: „Kinder sind keine Wähler, deshalb ist das Interesse an ihnen im Jahr der Bundestagswahl gering“, moniert Maske.

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