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Kaufprämie : Elektroautos bleiben Ladenhüter

  • Aktualisiert am

Zukunft Elektroauto? Mercedes präsentiert einen Stromer auf einer Automesse Bild: Reuters

Kaum jemand nimmt die Kaufprämie für Elektroautos in Anspruch – und das, obwohl der deutsche Automarkt boomt.

          Das Interesse an der Kaufprämie für Elektroautos bleibt sehr gering. Beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) sind seit Einführung der Prämie Anfang Juli erst weniger als 4.500 Anträge eingegangen, wie die Behörde in Eschborn jetzt mitteilte. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum wurden laut Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes mehr als 820.000 PKW neu zugelassen. Das waren 9,4 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahresmonat.

          Für sogenannte reine batterieelektrische Fahrzeuge wurden in den vergangenen drei Monaten 2.650 Anträge gestellt, für sogenannte Plug-In-Hybride 1.801 Anträge. Mit Abstand am meisten nachgefragt wurden die Modelle der Hersteller BMW: Für Fahrzeuge von BMW gingen bei der Bafa 1.289 Anträge ein, für Fahrzeuge von Renault 921 Anträge. Besonders beliebt waren die Modelle BMW i3 und Renault Zoe.

          Die Prämie gilt rückwirkend für Elektroautos, die seit dem 18. Mai gekauft wurden. Für reine Elektroautos gibt es 4.000 Euro Prämie, für Hybrid-Fahrzeuge 3.000 Euro. Die Kosten teilen sich jeweils Bund und Hersteller. Der Netto-Listenpreis darf dabei 60.000 Euro netto nicht überschreiten. Ziel der Bundesregierung ist es, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straßen zu bringen. Sie rechnet mit etwa 300.000 Elektrofahrzeugen, die dank der Förderung gekauft werden. Dafür werden insgesamt 1,2 Milliarden Euro vom Bund bereitgestellt.

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