https://www.faz.net/-gqe-ak0on

Kasachische Oligarchen : Eine schrecklich reiche Familie

Timur Kulibajew (rechts) mit Ehefrau Dinara und seinem Sohn bei den Präsidentschaftswahlen im Juni 2019. Bild: ullstein bild

Timur Kulibajew gilt als einflussreichster Unternehmer Kasachstans. Als Schwiegersohn des früheren Präsidenten Nursultan Nasarbajew hat er beste Beziehungen. Doch nach den jüngsten Unruhen könnte sich das bald ändern.

          4 Min.

          Wo ist Nursultan Nasarbajew? Diese Frage dürften sich derzeit viele Menschen in Kasachstan stellen. Seitdem Anfang des Jahres dort Proteste ausbrachen, sind der frühere Präsident und seine Familie verschwunden. Die Unruhen in der vergangenen Woche waren die größten im Land seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Ging es Demonstranten zunächst um die Senkung der Preise für Autogas, die sich zu Jahresbeginn verdoppelt hatten, wandte sich die Wut schon bald gegen den 81 Jahren alten Nasarbajew, der fast 30 Jahre lang an der Spitze des Staates stand.

          Othmara Glas
          Volontärin

          Während seiner Herrschaft gelang es ihm, die großen Öl-, Gas- und Mineralvorkommen in Kasachstan zu Geld zu machen. Das Land hat für Zentralasien einen relativen Wohlstand, allerdings flossen Milliarden Petrodollar in die Taschen weniger Oligarchen. Die „Neue Zürcher Zeitung“ schätzt, dass zwischen 1995 und 2005 Gelder in der Höhe von über einem Viertel der kasachischen Wirtschaftsleistung ins Ausland geschleust wurden. Das Durchschnittseinkommen in Kasachstan liegt derweil umgerechnet bei 350 Euro im Monat. Viele verdienen sogar weitaus weniger und sind hoch verschuldet.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Sie sieht das Ansteckungsrisiko auch für Dreifachgeimpfte: Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek

          Virologin Ciesek warnt : „Ansteckungsrisiko so hoch wie nie“

          Die Infektionszahlen sind so hoch wie nie. Die Gefahr einer Ansteckung rückt damit näher, warnt die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek. Doch die neuen Quarantäneregeln für Geboosterte passen nicht dazu.