https://www.faz.net/-gqe-9rl62

Kapitalmarkt : Alternative für Privatanleger

  • Aktualisiert am

Bild: obs

Die Sachwerte-Branche macht sich für ein geschlossenes Sondervermögen stark - eine Idee für den Gesetzgeber?

          3 Min.

          Die Anbieter von Immobilienbeteiligungen wollen den Weg bereiten für ein neues Investitionsmodell. Sie versprechen sich viel vom geschlossenen Sondervermögen für private Kapitalanleger: Es soll den Finanzplatz Deutschland stärken, die Kapitalvernichtung verringern, die Digitalisierung fördern und die Verwaltung vereinfachen. So steht es im Diskussionspapier „Geschlossene Sondervermögen“ des Interessenverbands der Immobilienwirtschaft ZIA (Zentraler Immobilien Ausschuss). In erster Linie soll die Innovation das Geschäft der Branche ankurbeln, denn der geschlossene Fonds kommt nach einer Reihe von Pleiten, Pannen und Betrugsfällen in früheren Jahren nicht mehr richtig in Schwung.

          Daran hat auch die Umbenennung nichts geändert. Der geschlossene Fonds heißt jetzt Alternativer Investment Fonds (AIF), und die Anbieter betonen, dass ihre Produkte seit der Regulierung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) nicht mehr zum grauen Kapitalmarkt zählen. Mit ihrer Argumentation haben sie recht, denn seit der Einführung des Kapitalanlagegesetzes im Jahr 2013 erfüllen die Fonds weitgehend ihre Prognosen. Doch die positive Entwicklung wird von den Vertriebspartnern und Kunden kaum wahrgenommen. Die Umsätze der Publikumsfonds sind weiterhin mager. Im vergangenen Jahr summierten sie sich auf rund 1 Milliarde Euro Eigenkapital – ein Witz im Vergleich zu früheren Jahren, in denen private Kapitalanleger bis zu 13 Milliarden Euro in Schiffe, Flugzeuge und vor allem Immobilien investierten.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Protektionismus der 1930er : „Ein bösartiges Produkt von Dummheit und Gier“

          Trumps Handelspolitik weckt Erinnerungen an die Weltwirtschaftskrise und den Protektionismus der dreißiger Jahre. Damals löste Herbert Hoover mit einem höchst umstrittenen Zollgesetz fatale Gegenreaktionen aus. Heute jedoch ist unser Wohlstand nicht von Amerika bedroht. Ein Gastbeitrag.
          Französische Fischerboote vor der Küste von Jersey am Donnerstagmorgen

          Brexit-Streit vor Jersey : Wenn Paris und London Kriegsschiffe entsenden

          Die Regierungen rufen nach einer gütlichen Einigung, üben sich aber in militärischen Drohgebärden. Ein Fischer will es wissen: „Wir sind bereit, die Schlacht von Trafalgar noch einmal zu führen.“