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Wer das Rennen machen könnte : Das sind die Favoriten im Kampf um Draghis Stuhl

Das Namens-Karussell um die EZB-Chef-Nachfolge nimmt Fahrt auf. Bild: Amadeus Waldner

Das Rennen um den Chefposten in der Europäischen Zentralbank ist wieder offen, nachdem Berlin den Favoriten, Bundesbankpräsident Weidmann, nicht unterstützt. Zieht Frankreich nun seinen Joker?

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          Die Chancen für einen Deutschen als Nachfolger von Mario Draghi als Präsident der Europäischen Zentralbank sind drastisch gesunken, nachdem Kanzlerin Angela Merkel jüngst Jens Weidmann quasi fallengelassen hat. Der Wirtschaftsweise Volker Wieland von der Goethe-Universität Frankfurt kritisierte am Mittwoch, der Berliner „Leak“ – das Ausplaudern ihrer Absichten – habe „die vielversprechende Kandidatur Weidmanns beschädigt, ohne auf anderen Fronten etwas zu erreichen“.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Zuvor hatte es so ausgesehen, dass der 50 Jahre alte Bundesbankpräsident die besten Chancen als Draghi-Nachfolger habe, wenn der italienische Zentralbanker im nächsten Herbst ausscheidet. 84 Prozent nannten Weidmann in einer Umfrage unter Analysten und Ökonomen im Frühjahr als Favorit – doch das war wohl eine Täuschung. Nun erscheint das Feld der Kandidaten breiter und unübersichtlich.

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