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Kampf gegen Schulden : Weniger Urlaub statt mehr Steuern

Endlich Urlaub! Deutsche Arbeitnehmer sind im europäischen Vergleich gut ausgestattet. Bild: plainpicture/Lubitz + Dorner

Durch die Corona-Krise ist die Schuldenquote von 60 auf 75 Prozent gestiegen. Das Institut der deutschen Wirtschaft plädiert nun für längere Arbeitszeiten. Das könne die Finanzlöcher schließen.

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          Die Corona-Krise hat tiefe Löcher in die öffentlichen Kassen gerissen. Aber wie diese Löcher schließen? Einer der Lösungsansätze sind höhere Steuern und Abgaben auf die jährliche Arbeitsleistung von Millionen Menschen. Alternativ könnte man allerdings auch versuchen, die jährliche Arbeitsleistung von Millionen Menschen zu erhöhen. Diesen Ansatz leuchtet nun eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) näher aus – und stuft ihn als vielversprechend ein. Es leitet daraus ein Plädoyer für längere Arbeitszeiten und weniger freie Tage ab.

          Dietrich Creutzburg
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Bisher arbeiten Beschäftigte hierzulande deutlich weniger Stunden im Jahr als ihre Kollegen etwa in Schweden und der Schweiz, also in Ländern, die oft als Vorbild gelten, wie das IW zeigt. Zum einen sind die Wochenarbeitszeiten kürzer, zum anderen haben deutsche Arbeitnehmer mehr Urlaub: durchschnittlich 31 Tage gegenüber 25 Tagen in der Schweiz und Schweden. Ließe sich diese Arbeitszeitlücke schließen, könnte auch das die deutschen Haushaltslöcher stopfen – frei nach dem Motto des Hits von 1983: „Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt!“ Nebenbei würde es das demographisch bedingte Schrumpfen der Erwerbsbevölkerung entschärfen.

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