https://www.faz.net/-gqe-9h0sa

Kairos Entwicklung : Zwischen Aufbruch und Kollaps

Hier entsteht Klein-Dubai: Auf dieser Abrissfläche im Zentrum von Kairo plant der britische Architekt Norman Foster ein neues Stadtviertel. Bild: Helmut Fricke

Kairo wächst jedes Jahr um eine halbe Million Einwohner. Wie lange das noch gutgeht, weiß niemand. Während für die Oberschicht Einkaufspassagen entstehen, werden die historischen Stadtviertel sich selbst überlassen – genauso wie die dort lebende ärmere Bevölkerung.

          8 Min.

          Der Tahrir-Platz ist die Mitte Kairos, auch sieben Jahre nach der gescheiterten Revolution. Auf dem weitläufigen Terrain zwischen dem Verwaltungskomplex Mugamma und dem alten Ägyptischen Museum hatten Anfang 2011 mehr als eine Million Ägypter den Sturz von Präsident Husni Mubarak gefordert und dann, als es so weit war, ausgelassen gefeiert.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Spuren sind von diesen Tagen der Revolution nicht geblieben. Die Flächen, auf denen die Aktivisten in Zeltstädten ausgeharrt hatten, sind begrünt. Wo einst Demonstranten Steine aus dem Boden herausrissen und gegen die Uniformierten der Staatsmacht warfen, sind heute Sicherheitskräfte, uniformiert und in Zivil, allgegenwärtig, und sie sorgen dafür, dass sich ein solcher Aufruhr nicht wiederholt. Palmen sollen dem Platz einen Hauch mediterraner Gelassenheit verleihen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Festival lädt Lisa Eckhart aus : „Wir weichen der Gewalt“

          Die Kabarettistin Lisa Eckhart sollte in Hamburg an einem Literaturwettbewerb teilnehmen. Weil der „Schwarze Block“ der Antifa aufmarschieren will, wird sie ausgeladen. Das ist ein Menetekel.
          Franziska Giffey (SPD)

          F.A.Z. exklusiv : Giffey wurde rechtswidrig bevorzugt

          Die Bundesfamilienministerin hätte für den Verstoß von Zitierregeln keine „Rüge“ durch die Freie Universität bekommen dürfen. Dafür fehlt es an einer Rechtsgrundlage, schreibt der Wissenschaftliche Parlamentsdienst des Berliner Abgeordnetenhauses.