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Apps auf Kassenkosten : Die Pflege soll digitaler werden

Hilfreich: Das Internet im Pflegeheim Bild: Marina Pepaj

Ob Gedächtnistraining oder Sturzprophylaxe: Pflegebedürftige sollen künftig Apps nutzen können – auf Kosten der Pflegekassen. Damit soll das Gesundheitssystem auch über die Pandemie hinaus digitaler werden.

          3 Min.

          Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung im Gesundheitswesen beschleunigt, etwa mit Hilfe von Videosprechstunden, jetzt soll auch die Pflege folgen. Dafür hat das Bundeskabinett am Mittwoch den Entwurf eines „Gesetzes zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege“ beschlossen, das noch im ersten Halbjahr in Kraft treten soll. Die Novelle will zum Beispiel die Einführung und Erstattungsfähigkeit elektronischer Anwendungen auf Mobiltelefonen und anderen Endgeräten vorantreiben. Solche „Pflege-Apps“ könnten unter anderem helfen, Stürze zu vermeiden oder das Gedächtnis zu trainieren – zahlen sollen die Pflegekassen.

          Britta Beeger

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Die Pflege ist nicht der einzige Bereich, in dem die Digitalisierung vorangetrieben werden soll. Der Entwurf sieht vor, die Telemedizin auszubauen, indem etwa Hebammen, Therapeuten und der kassenärztliche Bereitschaftsdienst künftig telemedizinisch tätig sein dürfen. Für Krankschreibungen soll auch über die Pandemie hinaus ein „virtueller Arztbesuch“ ausreichen.

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