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Kabinett beschließt Klimafonds : Das Ende der Neubau-Förderung

Jetzt wird saniert: Neubauförderung wird es wohl in der derzeitigen Form nicht mehr geben. Bild: Frank Röth

Staatliche Zuschüsse soll es künftig fast ausschließlich für die Sanierung von Häusern geben. Und auch die sollen weniger üppig ausfallen als bislang.

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          Selten wurde die Neuregelung eines Förderprogramms mit so viel Spannung erwartet wie diese. Mit dem Kabinettsbeschluss am Mittwoch zum Klima- und Transformationsfonds (KTF) ist nun auch klar, wie viel Geld die Bundesregierung in Zukunft für die „Bundes­förderung für effiziente Gebäude“, kurz BEG, einplant. Das be­trifft einerseits den Bau von energieeffizienten Häusern, andererseits Sanierungsmaßnahmen. 56 Milliarden Euro stehen dafür im Zeitraum von 2023 bis 2026 bereit, macht 14 Milliarden Euro im Jahr. Zugleich leitet die Ampelkoalition einen Systemwechsel ein. Für Neubauten soll es künftig nur noch wenig Geld geben, 1 Milliarde Euro im Jahr. Das Gros der staatlichen Förderung, 13 Milliarden Euro, wird für Sanierungen reserviert sein.

          Julia Löhr
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.
          Manfred Schäfers
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Im Vergleich zu heute wird damit deutlich weniger Geld zur Verfügung stehen. Allein im ersten Halbjahr dieses Jahres bewilligte die Staatsbank KfW 15,7 Milliarden Euro an Fördermitteln. 10,2 Milliarden Euro entfielen dabei auf Neubauten. Sanierungen machten 5,5 Milliarden Euro aus. Zusätzlich bewilligte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 4,3 Milliarden Euro für Sanierungsmaßnahmen. In Summe waren das damit allein in den ersten sechs Monaten also schon rund 20 Milliarden Euro.

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