https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/joe-biden-so-hat-sich-der-us-praesident-im-ersten-amtsjahr-geschlagen-17738013.html

Bidens erstes Amtsjahr : Nicht Trump, nicht Johnson, nicht gut

Wie sah das erste Jahr des amerikanischen Präsidenten aus? Bild: AP

Der amerikanische Präsident ist jetzt ein Jahr im Amt. Das Beste an Biden bleibt, dass er nicht Trump ist. Dabei waren seine Wahlversprechen groß und zahlreich.

          3 Min.

          Gemessen an eigenen Ansprüchen, an generellen Standards für gutes Regieren und an der Zustimmung in der Bevölkerung hatte Präsident Joe Biden ein schlechtes erstes Jahr im Weißen Haus. Das wiegt umso schwerer, weil amerikanische Präsidenten gewöhnlich im Jahr eins ihre großen politischen Projekte in trockenen Tüchern haben sollten, wenn sie diese verwirklichen wollen. Auf eine große Leistung kann Biden allerdings verweisen.

          Er hat den Krieg in Afghanistan beendet, der die USA 2,3 Billionen Dollar gekostet hat. Militärfachleute haben 20 Jahre lang laufend neue Kriegsziele formuliert, um die Fortsetzung des Krieges zu legi­timieren, während er nur einen Zweck erfüllt hat: Er bereicherte die Lieferanten. Bidens Entscheidung war ein Zeichen seltener Courage, weil sie ge­gen eigene Sicherheitsexperten und den militärisch-industriellen Komplex geschah, vor dem schon Präsident Dwight Eisenhower gewarnt hatte.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Krieg in der Ukraine : Er würde Putin am liebsten hängen

          Der Krieg verändert jeden: Die einen zerbrechen, die anderen wachsen über sich hinaus. Drei Begegnungen in Odessa, einer Stadt, die Putin unbedingt erobern will.
          Eine Schule wird zum Ort der Trauer: Mitschüler und Angehörige gedenken der 21 Menschen, darunter 19 Kinder, die an der Grundschule erschossen wurden.

          Über Amokläufer in Uvalde : „Mein Sohn war kein Monster“

          Nachdem ein 18 Jahre alter Mann 19 Kinder und zwei Lehrerinnen in Texas tötete, suchen die Ermittler immer noch nach einem Motiv. Sein Umfeld zeichnet das Bild eines aggressiven Einzelgängers.