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Gesundheits-Kommentar : Jens Spahn überzieht

  • -Aktualisiert am

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im November 2018 in Berlin. Bild: EPA

Der Gesundheitsminister maßt sich an, festzulegen, welche Therapien die Krankenkassen bezahlen. Das ist schlecht.

          3 Min.

          Politiker werden mit vielen Vorwürfen überzogen. Dass ihnen vorgehalten wird, sie arbeiteten zu viel, ist die Ausnahme. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) werden solche Anwürfe eher amüsieren als irritieren. Er will das Gesundheitssystem verändern. Mit seiner zupackenden und selten zimperlichen Art dürfte er zur Jahresmitte den größten Teil der gesundheits- und pflegepolitischen Vorgaben des Koalitionsvertrags abgearbeitet haben. Spahn liefert. Die gute Konjunktur und volle Kassen der Sozialversicherung machen vieles möglich.

          Mehr als ein Dutzend Jahre hat er das Gesundheitssystem als Fachpolitiker ausgelotet, Spahn kennt Tiefen und Untiefen. Das hilft ihm, in der mächtigen Selbstverwaltung der Ärzte, Kassen, Apotheker und Krankenhäuser die Riesen von den Scheinriesen zu unterscheiden. Bange machen lassen ist für ihn keine Option.

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