https://www.faz.net/-gqe-adxgv

Weltraumtourismus : Bezos ins All abgehoben

  • Aktualisiert am

Bild: AFP

Heute Nachmittag um kurz nach 15 Uhr MESZ ist Amazon-Gründer Jeff Bezos ins Weltall gestartet. Mit an Bord sind der älteste und der jüngste Mensch, die bis heute im All waren.

          1 Min.

          Im Rennen dreier Milliardäre ist auch Jeff Bezos am Jahrestag der Mondlandung auf seinen ersten Weltallflug aufgebrochen. Der Gründer von Amazon ist am Dienstag von der Wüste im Westen Texas aus an den Rand des Weltalls gestartet. Das Shuttle hob um kurz nach 15 Uhr MESZ ab. Sein elf Minuten währender Flug soll ihn bis in eine Höhe von 100 Kilometern führen. Bezos' Spaceshuttle Blue Origin soll damit eine größere Höhe erreichen als das Flugzeug Virgin Galactic, mit dem der britische Milliardär Richard Branson vor neun Tagen einen Testflug ins All unternommen hatte. Der dritte Milliardär, der Privatreisen ins Weltall anbieten will, ist Tesla-Chef Elon Musk.

          Bezos wird unter anderem begleitet von der 82-jährigen Wally Funk und dem 18-jährigen High-School-Absolventen Oliver Daemen, die damit der älteste und der jüngste Mensch im All sein werden. "Ich bin aufgeregt, aber nicht ängstlich", sagte Bezos am Montag dem Sender Fox Business. "Wir sind bereit. Das Fahrzeug ist bereit." Am 20. Juli 1969 hatten Neil Armstrong und Edwin "Buzz" Aldrin als erste Menschen den Mond betreten. Funk gehörte zu einer Gruppe von Frauen, die Anfang der 1960er Jahre ein Astronautentraining absolviert hatten, aber wegen ihres Geschlechts nicht für einen Flug ins All ausgewählt wurde. Daemen ist der erste zahlende Kunde von Blue Origin.

          Unmittelbar vor seinem ersten Weltraumflug hatte Amazon-Gründer Jeff Bezos einen Wettstreit der Superreichen um die Premiere im All bestritten. Es gebe bereits einen ersten Menschen im All, sagte der 57-jährige Multimilliardär am Montag dem US-Sender NBC. Dies sei „Juri Gagarin - und das ist schon lange her“. Er bezog sich dabei auf den historischen Flug des sowjetischen Kosmonauten im April 1961.

          Bezos fügt hinzu, sein Flug sei „kein Wettbewerb“: Vielmehr gehe es darum, „einen Weg ins All zu errichten, damit zukünftige Generationen unglaubliche Dinge im Weltraum tun können“.

          Neun Tage vor Bezos hatte sich bereits der britische Milliardär Richard Branson erfolgreich seinen Traum vom Flug in der Schwerelosigkeit erfüllt. Allerdings erreichte sein Raumflieger „VSS Unity“ nicht die in 100 Kilometern Höhe gelegene Kármán-Linie, die laut internationaler Definition die Grenze zum Weltraum markiert. Bezos will nun rund 15 Kilometer höher als sein Rivale Branson fliegen und damit auch nach internationaler Definition das All erreichen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Beim Grillfest der SPD in Rostock: Ministerpräsidentin Schwesig

          Schwesig im Wahlkampf : Als stünde sie allein im Ring

          Beflügelt durch die Beliebtheit der Ministerpräsidentin steht der SPD in Mecklenburg-Vorpommern ein historischer Sieg bevor. Wie ist das Manuela Schwesig gelungen?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.