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Mangelnde Hygiene trotz Corona : Jedes dritte Kind scheut die Schultoilette

Alles geregelt? Laut DIN 77400 reicht es aus, die Schultoiletten einmal am Tag reinigen zu lassen. Fast zwei Drittel der Eltern fordern mehr. Bild: Fabian Fiechter

In ganz Deutschland gelten strengste Hygieneregeln. Doch ausgerechnet auf den Schultoiletten sieht es oft ekelhaft aus. Hier spart der Staat.

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          Trotz Corona-Regeln sieht es in den Toiletten einer Grundschule im Main-Taunus-Kreis aus wie eh und je. „In den Mädchen-Klos stinkt es entsetzlich, und Klopapier gibt es fast nie“, berichtet die siebenjährige Anna. „Igittigitt“, sagt sie und schüttelt sich. Allerdings hat Anna für das Hygieneproblem eine Lösung gefunden: „Deshalb piesel ich am Rand des Schulhofs hinter den Baum, und meine Freundin Maja passt auf, dass keine Jungs schauen.“ Anschließend ist Wachablösung, Anna passt auf, während Maja im Freien pinkelt. Und das große Geschäft? „Das halte ich ein, bis ich wieder zu Hause bin. Das geht hinter dem Baum nicht.“

          Christoph Schäfer

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und Finanzen Online.

          Auch bei den Jungs gibt es Probleme. Annas Bruder Raphael findet die Schultoiletten ebenfalls widerlich. Früher habe es noch Papier gegeben, um sich die Hände abzutrocknen. „Das haben die Leute verschwendet, deshalb gibt es jetzt nur noch diese Abtrockner“, berichtet er. Da allerdings hingen seit Wochen Plastiktüten drüber. Deshalb können die Kinder beim Rausgehen das Wasser nur von den Händen schütteln. Der Fußboden sei aber auch deshalb nass, „weil der Wasserhahn spritzt und manche Jungs danebenpinkeln“. Immerhin: Klopapier gebe es. „Aber das liegt oft im Waschbecken.“ An der weiterführenden Schule im Nachbardorf steht es um die sanitären Einrichtungen nicht besser. „Irgendwelche Idioten stopfen Klopapierrollen in die Toilette und spülen dann ab“, berichtet die elfjährige Sophia.

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