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Sparprogramm : Jeder zehnte Daimler-Manager soll gehen

Ola Källenius Bild: dpa

Vorstandschef Ola Källenius plant eine schlankere Führung. Von den Mitarbeitern will er weitere Zugeständnisse. Der Betriebsrat ist entsetzt.

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          Daimler-Chef Ola Källenius will offenbar die Personalkosten deutlich senken und hat dazu bei einer Führungskräfteveranstaltung erstmals eine konkrete Zahl genannt. „Er hat angekündigt, dass er in Deutschland zehn Prozent der Führungskräftestellen abbauen möchte“, schreibt Michael Brecht, der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats am Freitag in einer E-Mail an die Daimler-Belegschaft. Der Brief wurde vor den Werkstoren auch als Flugblatt verteilt. Weltweit betrachtet wären das rund 1100 Stellen über die obersten vier Hierarchieebenen, rechnet der Betriebsratschef vor.

          Susanne Preuß
          (sup.), Wirtschaft

          Gespräche seien dazu gestartet, Ergebnisse gebe es nicht, so Brecht. Er berichtet aber über die Vorschläge der Unternehmensleitung, die in der Belegschaft heftiges Unbehagen auslösen dürften. Zwar können sich die Beschäftigten generell ihres Arbeitsplatzes sicher sein, weil Daimler im Zuge der Schaffung einer neuen Holding die sogenannte „Zukunftssicherung 2030“ abgeschlossen und damit betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2029 ausgeschlossen hat.

          Die künftige Gehaltsentwicklung aber wird offenbar in Frage gestellt. So gibt es laut Betriebsratschef Brecht offenbar die Idee, die in der Tarifrunde 2020 (also im nächsten Frühjahr) auszuhandelnden Tariferhöhungen nicht weiterzugeben oder individuelle Entgelterhöhungen hinauszuzögern. „Dies haben wir kategorisch abgelehnt“, betont Brecht.

          Bestätigt werden die Information seitens des Unternehmens nicht, stattdessen werden die Angaben in dem Newsletter ins Reich der Spekulation verwiesen. Details zum Effizienzprogramm und der langfristigen strategischen Ausrichtung werde Daimler auf den Kapitalmarktveranstaltungen in London und New York am 14. Und 15. November berichten. Gleichzeitig wird bei Daimler betont, im gesamten Konzern werde an der Analyse der Kosten, der Prozesse und der Geschäftspotentiale gearbeitet – und diese Arbeit sei noch nicht abgeschlossen. Mit den Arbeitnehmervertretern sei man im konstruktiven Dialog.

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