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Kohleausstieg : Schneller wird teurer

  • -Aktualisiert am

Bild: DW

Die vom Kohleausstieg betroffenen Regierungschefs haben gut begründete Forderungen vorgelegt. Sie kontern damit die Maximalforderungen von Klimaschützern, denen das Schicksal Zehntausender Kohlekumpel so unwichtig ist wie die Versorgungssicherheit mit Strom.

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          In der Kohlekommission hat das Endspiel begonnen. Zwei Redaktionsteams schreiben an den Abschlussberichten. Sie werden das Datum des Kohleausstiegs enthalten und Ideen für die notwendige wirtschaftliche Stabilisierung und Stärkung der Reviere. Höchste Zeit also für die betroffenen ostdeutschen Länderchefs, noch einmal ihre Stimme zu erheben. Ihre Position ist klar. Sie stellen sich nicht gegen Klimaschutz und Umbau des Energiesystems, doch sie wollen die Kosten dafür nicht allein tragen.

          Zwei Milliarden Euro im Jahr und das über 30 Jahre halten sie mindestens zusätzlich für nötig, um den Umbau der Wirtschaftsstruktur abzufedern. Dabei lassen sie absichtsvoll im Ungefähren, ob die Rechnung auch das Rheinische Revier einbezieht. Darauf kommt es auch nicht an. Ihre Botschaft an Bund und Länder lautet: Ein schneller Ausstieg kostet mehr.

          Maximale Forderungen

          Die Regierungschefs haben gutbegründete, aber maximale Forderungen vorgelegt, um ihre Bürger und Wähler zu schützen. Entschieden kontern sie die Maximalforderungen von Klimaschützern, denen das Schicksal Zehntausender Kohlekumpel so unwichtig ist wie die Versorgungssicherheit mit Strom und der Zusammenhalt ganzer Regionen.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

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