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Schnelltrasse Berlin-München : Von Rekord zu Rekord

  • -Aktualisiert am

Der ICE auf der Strecke München-Berlin kommt in Berlin an. Bild: dpa

Die Deutsche Bahn hat sich blamiert. Auf der Schnellfahrstrecke kann sie jetzt ihr Image pflegen. Ein Kommentar.

          1 Min.

          Die Dimensionen der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-München müsste dank des unermüdlichen Medieneinsatzes der Deutschen Bahn inzwischen jeder Deutsche im Schlaf aufsagen können: 4 Millionen Tonnen Beton verbaut, 37 Brücken errichtet, 26 Tunnel gebuddelt, 156.000 Betonplatten für die feste Fahrbahn verlegt, 4.500 Mitarbeiter im Einsatz. Damit wurde eines der „ambitioniertesten“ Bauprojekte in Deutschland abgeschlossen – nach mehr als einem Vierteljahrhundert Bauzeit.

          Eigentlich grandios. Doch es hat gerade ein Wochenende gebraucht, um die Superlative vergessen zu machen. Ein ICE mit 200 geladenen Gästen kam nicht – wie beworben – in weniger als vier Stunden in München an, sondern brauchte wegen diverser Pannen sechs Stunden. Und auch im regulären Verkehr zum Fahrplanwechsel am Sonntag ging die Pleiten- und Pechserie weiter. Was lernen wir daraus?

          Erstens: Je enger der Fahrplan, desto anfälliger für Verspätungen. Zweitens: Auch die beste Technik kann ausfallen, selbst in Premierenfahrten, in denen eigentlich nichts schiefgehen sollte. Drittens: Ein in 26 Jahren aufgebautes Image lässt sich in einer Nacht zerstören. Andererseits: Auch die Bahn hat eine zweite Chance verdient. Viele Millionen Kunden werden sie ihr auf der Schnellfahrstrecke geben – Zeit, sich zu beweisen.

          Thiemo Heeg
          Redakteur in der Wirtschaft.

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