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Erstmals seit 2016 : Japans Industrie schrumpft

  • Aktualisiert am

Eine Fabrik in Ota, Japan Bild: AFP

Japans Industrie bekommt die Konjunkturschwäche Chinas zu spüren. Erstmals seit drei Jahren gehen die Zahlen zurück – wie zuvor schon bei den Exporten.

          Japans Industrie ist im Februar erstmals seit mehr als zweieinhalb Jahren geschrumpft. Das zeigt der am Donnerstag veröffentlichte Markit/Nikkei-Einkaufsmanagerindex für die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Das Barometer sank auf 48,5 und damit unter die Marke von 50 Punkten. Werte darüber signalisieren eine expandierende Geschäftstätigkeit. Im Januar hatte der Index noch bei 50,3 Zählern gelegen.

          Japan bekam zuletzt die Konjunkturschwäche bei seinem wichtigsten Handelspartner China zu spüren. Wegen des einbrechenden China-Geschäfts sanken die Exporte im Januar um 8,4 Prozent zum Vorjahresmonat und damit so stark wie seit über zwei Jahren nicht mehr, wie am Mittwoch veröffentlichte Daten des Finanzministeriums in Tokio zeigten. Dabei brachen die Einfuhren in die Volksrepublik um 17,4 Prozent ein.

          2018 hatte Japan erstmals seit drei Jahren ein Handelsdefizit verzeichnet. Die Exporte des Landes sind weiterhin tragender Pfeiler für den wirtschaftlichen Aufschwung. Doch bekamen Japans Exporteure in den vergangenen Monaten angesichts der andauernden Handelsspannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China einen Rückgang der Nachfrage zu spüren. 

          Auch Japan steht neben China und Deutschland wegen zu hoher Exporte in die Vereinigten Staaten immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Die Regierungen in Tokio und Washington verhandeln derzeit über ein Handelsabkommen zwischen beiden Ländern.

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