https://www.faz.net/-gqe-8bb2n

Luftkampf über Tokio : Japans Drohnen-Polizei geht in die Luft

Drohnen im Luftkampf: Screenshot aus einem Video Bild: Jiji / Screenshot Youtube

Japan hat das Fliegen von Drohnen über dicht besiedelten Stadtgebieten verboten. Ein Video zeigt, wie die Polizei Drohnen notfalls mit Fangnetzen vom Himmel holen will.

          1 Min.

          Tokios Polizei hat eine spezielle Eingreiftruppe gegründet, um das Fliegen von Drohnen über dicht besiedelten Stadtvierteln zu unterbinden. Damit soll eine seit vergangener Woche geltende Änderung des Luftfahrtgesetzes durchgesetzt werden. Die Anti-Drohnen-Abteilung des Metropolitan Police Department (MPD) schickt eigene Fluggeräte mit Schleppnetzen und Kameras gen Himmel, um dort fliegende Drohnen abzufischen, an den Boden zu holen und dort sanft aufzusetzen.

          Stephan Finsterbusch

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press hat im Internet ein Video mit Probe- und Präsentationsflug der Polizei eingestellt. Sobald eine Drohne in einer Flugverbotszone gesichtet wird, rücken die Beamten darüber hinaus aus, um den Piloten aufzuspüren und aufzufordern, seine Drohne zu landen. 

          Die Einheit des MPDs ist nicht die erste ihrer Art, aber die erste, welche die japanische Polizei selbst gegründet hat. Private Unternehmen sind auf diesem Gebiet schon aktiv. Anfang Dezember hatte das japanische Sicherheitsunternehmen Secom eine Flugeinheit ins Leben gerufen, mit denen Gebäude, Straßen und auch der Luftraum überwacht und kontinuierlich gefilmt werden sollen. Im Juli hatte Sony eine Gesellschaft gegründet, welche Firmenkunden eine Reihe von Flugdiensten rund um Flugdrohnen anbietet. Dazu zählen Überwachungs- und Inspektionsflüge für Gebäude oder schwer zugängliche Regionen.

          Ein neues Gesetz in Japan verbietet den ungenehmigten Betrieb von Drohnen über dichten Wohngebieten sowie über Einrichtungen wie Flughäfen. Das gilt für sämtliche Stadtteile von Tokio wie auch für die meisten anderen großen Städte des Kaiserreichs. Wer dagegen verstößt, dem drohen saftige Geldstrafen. Die neuen Bestimmungen wurden eingeführt, nachdem im April dieses Jahres eine kleine Drohne mit winzigen radioaktiven Spuren auf dem Bürodach des Regierungschefs in Tokio gefunden worden war.

          Weitere Themen

          Dax steigt auf Rekordhoch Video-Seite öffnen

          Trotz Corona : Dax steigt auf Rekordhoch

          Der Höhenflug an den Aktienmärkten hält an. Befeuert von soliden Firmenbilanzen stieg der Dax bis zum Freitagnachmittag um 1,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 15.431,09 Punkten.

          Topmeldungen

          Wie viel Macht hat der Trainer? : Ein großes Problem für den FC Bayern

          Der Konflikt zwischen Hansi Flick und Hasan Salihamidžić ist nur ein Grund für die Trennung in München. Wichtiger ist die Grundsatzfrage zur Macht des Trainers beim FC Bayern. Sie könnte auch in Zukunft zum Problem werden.

          Trauerfeier für Prinz Philip : Eine Familie nimmt Abschied

          Ein schwerer Gang für Königin Elisabeth II.: Gemeinsam mit ihrer Familie hat sie in einer Trauerfeier Abschied von Prinz Philip genommen. Nur 30 Trauergäste waren erlaubt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.