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Halbleiter : Japan sucht einen Platz an der Sonne

Die Industrie hat sich rasant gewandelt: Ältere Toshiba-Chips in einem Technikgeschäft. Bild: Reuters

Japan will Versorgungssicherheit gewinnen und bei Halbleitern wieder ganz vorne mitspielen. Doch die neue Strategie geht nicht auf.

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          Im Wettlauf der Wirtschaftsmächte, sich ein großes Stück der Halbleiterindustrie zu sichern, sucht Japan seinen Platz an der Sonne. Die Blütezeit der heimischen Computerchip-Produktion liegt Jahrzehnte zurück. Japans Marktanteil ist zugunsten Taiwans, Südkoreas und Chinas drastisch geschrumpft. Zuletzt verdienten viele Unternehmen dennoch gut daran, Maschinen und Materialien für die Produktion der Halbleiter zu verkaufen. Japans Unternehmen sind in vielen dieser Bereiche führend. Doch die Regierung will wieder ganz vorne mitspielen und Computerchips neuerer Generationen in Japan produziert wissen.

          Erfrischend an den Plänen des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (Meti) ist, dass es nicht mehr darum geht, nationale Champions der Informationstechnik zu kreieren. Das funktionierte nie so recht: Namen wie Elpida Memory (Insolvenz und Verkauf), Japan Display (sieben Jahre Verlust) oder Renesas Electronics (30 Prozent Staatsanteil) säumen den Weg. Jetzt will die Regierung Halbleiterhersteller wie Taiwans TSMC, Samsung Electronics oder Intel dazu bewegen, zusammen mit japanischen Partnern teure Fertigungsstätten in Japan zu errichten.

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