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Technischer Fortschritt : Roboter verkauft Kaffeemaschinen

Rührt nicht den Kaffee sondern die Werbetrommel: Pepper soll für Nestlé Kaffeemaschinen verkaufen. Bild: Reuters

Dass Maschinen den morgendlichen Kaffee zubereiten ist nicht neu. Dass aber nun aber ein Roboter Kaffeemaschinen verkauft schon. In Japan rollt jetzt „Pepper“ für Nestlé durch die Läden.

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          Die Nestlé SA bringt den Kaffee nicht mehr nur aus der Maschine an den Kunden, sie verkauft ihre Kaffeemaschinen nun auch durch eine andere Maschine. Denn auf dem japanischen Markt preist der Schweizer Lebensmittelkonzern seine Geräte in Supermärkten und Elektronikkaufhäusern seit Montag durch ein Robotermodell an. Es trägt den Namen Pepper, ist so groß wie ein kleiner Jungen und steht auf einer Handvoll Rollen.

          Stephan Finsterbusch
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nestlé hat tausend Stück dieser künstlichen Kameraden vom IT-Konzern Softbank erworben und will mit ihnen nun kräftig auf die Werbetrommel schlagen. Der Gründer und Großaktionär von Softbank, Masayoshi Son, investiert bereits seit Jahren in Robotertechnik. 2010 hatte er erklärt, eine Gesellschaft schaffen zu wollen, in der Mensch und Maschinen „nebeneinander leben“.

          Sein Leitbild ist eine Trickfilmserie aus dem japanischen Fernsehprogramm, die in den sechziger Jahren den sogenannten Astroboy darstellte. Son ist nach seinen Investitionen in die Computer- und Telekomindustrie mit einem geschätzten Vermögen von umgerechnet 8 Milliarden Euro einer der reichsten Männer in Japan.

          Hobby für Milliardäre: Robotertechnik

          Die Robotertechnik gilt als eines seiner Hobbys. So hat er eine Software schreiben lassen, die quasi die Seele der Roboter sein soll. So, wie Personalcomputer (PC) mit dem Windows-Programm aus dem Hause Microsoft und Smartphones mit dem Android-Betriebssystem von Google funktionieren, so sollen die wandelnden Roboter mit Software aus dem Hause Softbank laufen.

          Anfang des kommenden Jahres sollen die Roboter der Marke Pepper nicht mehr nur Kaffeemaschinen von Nestlé verkaufen. Sie sollen selbst verkauft werden. Son will sie zum Stückpreis von rund 2000 Euro in den Handel bringen.

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