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Japan : Japans Bankaktien verzeichnen Kurssturz

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Nach der angekündigten Rettungsaktion des Staates für die japanische Großbankengruppe Resona verloren auch die Aktien anderer japanischer Banken an Wert. Die Bank of Japan steckte zur Stabilisierung des Finanzsystems Liquidität in den Geldmarkt.

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          Die japanischen Bankaktien haben am Montag schwere Kursverluste verzeichnet. Nach der am Wochenende angekündigten Rettungsaktion des Staates für die in Liquiditätsnot geratene Großbankengruppe Resona Holdings verloren die Aktien von Mizuho Financial Group fast acht die von UFJ und SMFG nahezu 4 beziehungsweise 5 Prozent. Das Papier von Resona stürzte um bis zu 20 Prozent ab. An der Börse wird für die kommenden Tage mit weiteren Kursrückgängen der Bankentitel gerechnet. Zur Stabilisierung des Finanzsystems hat die Bank of Japan (BOJ) am Montag eine Billion Yen (7,5 Milliarden Euro) zusätzlicher Liquidität in den Geldmarkt gesteckt.

          Darüber hinaus trat der geldpolitische Ausschuß der Zentralbank am Montag zu einer zweitägigen Krisensitzung zusammen. Dabei soll über die weiteren Schritte zur Verhinderung einer umfassenden Bankenkrise in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt beraten werden. Schon im Vorfeld sicherte die BOJ der Regierung ihre volle Unterstützung bei der Überwindung der angespannten Lage im Finanzsektor zu. Am Wochenende hatte Ministerpräsident Junichiro Koizumi erklärt, die vor der Insolvenz stehende Resona Holdings werde mit Geld des Staates unterstützt. Zuvor hatte die fünftgrößte Bank Japans für das vergangene Geschäftsjahr einen Rekordverlust von umgerechnet mehr als 6 Milliarden Euro angekündigt.

          Durch die seit Herbst von der Bankenaufsicht FSA deutlich verschärften Richtlinien zur Bilanzierung des Eigenkapitals kann nach Angaben von Resona die allgemeinverbindliche Eigenkapitalquote von 4 Prozent nicht mehr erreicht werden. Die Quote soll nun durch eine Kapitalspritze der Regierung auf 10 Prozent erhöht werden. In diesem Zusammenhang gaben die staatlichen Stellen noch nicht bekannt, wieviel Geld Resona zur Verfügung gestellt wird und welche Anteilsscheine dafür erworben werden. An den Märkten wird über einen Betrag von 7 bis 15 Milliarden Euro spekuliert.

          Die Rettung traf bei Bankanalysten am Montag auf gemischte Reaktionen. Jeffrey Young von der Citigroup sagte, die Staatshilfe öffne der politischen Einflußnahme im Bankensektor Tür und Tor. Dabei kämen Interessen der politischen Lager ins Spiel, die nichts mit dem rationalen Handeln eines Großaktionärs zu tun hätten. Eine Sanierung des Bankensektors sei auf diesem Weg zu bezweifeln. Dagegen hieß es bei Merrill Lynch, die Ankündigungen des Ministerpräsidenten seien Schritte in die richtige Richtung. Sei doch der Einstieg des Staates eine Folge der Unterkapitalisierung der Bankengruppe. Andere Institute wie Mizuho oder SMFG könnten die für ihren Geschäftsbetrieb erforderlichen Eigenkapitalquoten aufbringen. Hier sei derzeit keine staatliche Stützung notwendig.

          Japans Großbanken hatten Anfang 2003 durch die Emission neuer Anteilsscheine frisches Kapital in Höhe von zusammen 15 Milliarden Euro eingesammelt. Neben heimischen Investoren waren bei den verschiedenen Instituten auch amerikanische Banken wie Goldman Sachs bei SMFG, Japans zweitgrößter Bank, oder Merrill Lynch bei UFJ, Japans viertgrößter Bankengruppe, eingestiegen. Zuvor schon hatte Mizuho Dutzende seiner Kreditkunden dazu bewogen, Vorzugsaktien im Wert von insgesamt mehr als 7 Milliarden Euro zu erwerben.

          Vor diesem Hintergrund werden die japanischen Großbanken in den kommenden Tagen die Geschäftsberichte für 2002 vorlegen. Dabei wird abermals mit Verlusten auf Rekordniveau gerechnet. Allein die vier international arbeitenden japanischen Großinstitute haben Fehlbeträge von zusammen weit mehr als 20 Milliarden Euro angekündigt. Gründe dafür seien fehlgeschlagene Kreditgeschäfte und Wertberichtigungen des Portfoliovermögens in Höhe von umgerechnet mehreren Milliarden Euro.

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